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	<title>Jessica Braun</title>
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		<title>Jessica Braun</title>
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		<title>Werden wir wirklich immer gestörter? Der Autor Christopher Lane im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 10:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Jeder fünfte Deutsche ist psychisch krank“, lautete das Ergebnis einer Auswertung von ärztlichen Diagnosen im letzten Jahr. „Falsch“, meint Christopher Lane (42). Lane ist Historiker und Professor für Englische Literatur an der Northwestern Universität, Chicago. In seinem Buch „Shyness – How a normal Behaviour became a Sickness“ erklärt er, wie eine amerikanische Expertenkommission die Diagnosekriterien [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=872&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Jeder fünfte Deutsche ist psychisch krank“, lautete das Ergebnis einer Auswertung von ärztlichen Diagnosen im letzten Jahr. „Falsch“, meint Christopher Lane (42). Lane ist Historiker und Professor für Englische Literatur an der Northwestern Universität, Chicago. In seinem Buch „Shyness – How a normal Behaviour became a Sickness“ erklärt er, wie eine amerikanische Expertenkommission die Diagnosekriterien für psychische Störungen veränderte – und damit unser Bild von dem, was normal ist und was krank.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><span id="more-872"></span><img class="alignnone size-medium wp-image-874" title="Christopher Lane" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/lane-author-shot.jpg?w=214&#038;h=300" alt="Christopher Lane" width="214" height="300" /></strong></p>
<p><strong>Herr Lane, viele Prominente, darunter die Schauspielerinnen Jessica Alba und Julia Roberts, der Schauspieler Robert DeNiro und der Sänger David Bowie haben sich selbst in Interviews einmal als schüchtern geoutet. Sind diese Menschen krank? </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Sicher nicht. Schüchternheit ist ein ganz normales Gefühl.</p>
<p><strong>Diese Einstellung vertreten Sie auch in Ihrem Buch. Woher kommt  Schüchternheit und ist sie heutzutage überhaupt noch zeitgemäß?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Vor hunderten von Jahren, lange bevor es die Psychiatrie gab, bezeichnete man Gesellschaften oder Nationen als „schüchtern“, wenn diese sich nach innen richteten – als Schutz gegen Fremde oder Eindringlinge. Möglicherweise war dieses Verhalten aus evolutionärer Sicht auch für Individuen hilfreich, eine Art Selbstschutz, der zu einem Charaktermerkmal wurde. Heutzutage ist der Begriff gleichbedeutend mit Introversion, einem Persönlichkeitsmerkmal, das auf fast die Hälfte aller Menschen zutrifft.</p>
<p><strong>Trotzdem wird introvertiertes Verhalten immer mehr als Mangel gesehen. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Dabei können die Gründe dafür sehr, sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen sind einfach gerne alleine. Andere finden es anstrengend, ständig erreichbar sein zu müssen. Teenager sind generell eher schüchtern. Aber in unserem Kulturkreis werden andere Anforderungen gestellt: Wir sollen gesellig und extrovertiert sein. Hier in den USA hat man dafür sogar einen eigenen Ausdruck geprägt &#8211; „being a people-person“. Ich frage mich, warum ausgerechnet das unser gesellschaftlicher Anspruch sein muss. Ob Geselligkeit nicht fälschlicherweise idealisiert wird.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Und ob man Menschen, die diesem Ideal nicht entsprechen, als Kranke bezeichnen darf?</strong></p>
<p>Genau. In meinem Buch gebe ich einen historischen Überblick darüber, wie aus Schüchternheit eine Krankheit – Soziale Phobie – gemacht wurde. Es gibt diese Krankheit nämlich erst seit 1980. In dem Jahr wurde sie formell in die dritte Auflage der DSM, dem Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen aufgenommen.</p>
<p><strong>Einer Art Bibel für Psychiater weltweit&#8230;</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&#8230;die von der Amerikanischen Psychiater Vereinigung herausgegeben wird. Diese hatte bei der dritten Überarbeitung des Handbuchs beschlossen, 112 neue Krankheiten aufzunehmen. Man könnte auch sagen: zu kreieren.</p>
<p><strong>Die Soziale Phobie war wohl eine der erfolgreicheren neuen Krankheiten?</strong></p>
<p>Daran sind die fast 100 Millionen Dollar schuld, die seitens der amerikanischen Pharmaindustrie in Werbung gesteckt wurden, um Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Bis 1993 wurde aus Sozialer Phobie so die „Störung des Jahrzehnts“, wie es in vielen Magazinen zu lesen war. Angeblich betrifft sie ein Fünftel aller Menschen in den USA. Mittlerweile haben schon über 18,5 Millionen Amerikaner Psychopharmaka dagegen eingenommen und auch in Europa beläuft sich die Zahl der Patienten, die mit Medikamenten dagegen therapiert werden, auf mehrere Millionen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das sind beeindruckende Zahlen.</strong></p>
<p>Deswegen habe ich in meinem Buch auch die Frage aufgeworfen, ob diese Millionen von Menschen nicht schlicht überdiagnostiziert wurden. Denn das, was als Soziale Phobie bezeichnet wird, deckt sich fast vollkommen mit ganz normaler Schüchternheit. Einem Charakterzug, den viele Menschen haben.</p>
<p><strong>Könnte man auch sagen: überdosiert?</strong></p>
<p>Genau. Immerhin werden bei der Therapie hochkomplexe Medikamente eingesetzt, die jede Menge Nebenwirkungen haben – und das bei Verhaltensweisen, die eigentlich gar keine medikamentöse Behandlung erfordern.</p>
<p><strong>Sie unterrichten als Professor. Angenommen, einer Ihrer Studenten ist sehr schüchtern – was raten Sie?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Erstmal probiere ich es natürlich mit den klassischen Mitteln eines Lehrers: Ich versuche in der Klasse eine gute Atmosphäre zu schaffen, in der jeder sich wohlfühlt und weiß, dass er sich äußern kann und darf. Auf zurückhaltende Studenten gehe ich direkt zu, binde sie in Gespräche ein. Aber wenn jemand zu mir kommt und mich um Rat fragt empfehle ich ihm, sich an die Toastmasters zu wenden.</p>
<p><strong>Eine Art Verein für freies Sprechen. Es gibt sie auch hier in Deutschland.</strong></p>
<p>Wirklich? Ich finde die großartig. Die amerikanischen Toastmasters sind eine Organisation, die Menschen kostenlos dabei hilft, ihre Angst vor öffentlichen Reden zu überwinden. Menschen, die zum Beispiel Trauzeuge sind und befürchten, ihre Rede bei der Hochzeit könnte daneben gehen. Oder solchen, die sich nur schwer überwinden können, in Meetings auch mal etwas zu sagen. Bei den Toastmasters hat jeder die Möglichkeit, diese Fertigkeiten zu üben. Immerhin sind das Fertigkeiten, die jeder irgendwann im Leben einmal braucht. Sie sind ein wichtiger Aspekt unserer Gesellschaft.</p>
<p><strong>Sagen wir, ich esse nicht gern alleine im Restaurant, mag es nicht, wenn jemand mich kritisiert und spreche auch nicht gerne vor großen Gruppen – reicht das, um mir eine Soziale Phobie zu diagnostizieren?</strong></p>
<p>Technisch gesehen fehlt Ihnen noch ein weiteres Symptom. Sagen wir, Sie werden nervös wenn Sie auf eine Party gehen oder es mit Autoritätspersonen zu tun haben. Dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die meisten Psychiater hierzulande die Diagnose „leichte bis schwere Soziale Phobie“ stellen würden. Und vermutlich bekämen Sie auch ein Antidepressivum.</p>
<p><strong>Diese Diagnose basiert dann auf Kriterien der DSM III. Warum ist dieses Handbuch so einflussreich? </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Mittlerweile gehen die Verkäufe in die Millionenhöhe. Hier in den USA ist die DSM im Schulsystem verankert, in Gefängnissen, Gerichten und dem gesamten Gesundheitswesen. Wegen des immensen Geldes hinter dem amerikanischen Gesundheitssystem hat sich der Konsens gebildet, die DSM sei die erste Wahl. Besser noch als die ICD, die Internationale Klassifikation der Krankheiten, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ziemlich traurig. Denn obwohl auch die ICD weit davon entfernt ist, perfekt zu sein, halte ich sie trotzdem für besser. Jedenfalls wird alles, was in der DSM steht, über die Maßen hochgehalten und das obwohl mittlerweile bekannt ist, wie die Wissenschaftler, die an früheren Versionen arbeiteten zu ihren Ergebnissen kamen: Raterei und Übertreibungen.</p>
<p><strong>Reicht der Einfluss der DSM tatsächlich auch bis nach Europa?</strong></p>
<p>Ja, mehr und mehr. Und auch in andere Teile der Welt: Südamerika, Asien und der Mittleren Osten. Selbst in Ländern wie Argentinien, die eigentlich auf eine lange Tradition der Psychoanalyse zurückblicken, verlässt man sich in den Krankenhäusern jetzt mehr auf die DSM.</p>
<p><strong>Sie haben mit Ihrem Buch ein ziemlich heißes Eisen angefasst. Hätte ein Psychiater dieses Buch überhaupt schreiben können?</strong></p>
<p>Kein amerikanischer Psychiater, der in der Forschung arbeitet, hätte das Buch veröffentlichen können. Die Wissenschaftler dürfen ihre Beziehungen zu den Pharmaherstellern nicht belasten, weil sie von diesen ihre Forschungsgelder erhalten. Die meisten der Akademiker auf diesem Gebiet arbeiten als Berater für bis zu zwei Dutzend Unternehmen gleichzeitig. Karrieretechnisch wäre ein Buch wie dieses für einen Forscher Selbstmord. Ich konnte das Risiko nur deswegen eingehen, weil ich in keiner Weise von der Pharmaindustrie abhängig bin und deswegen praktisch nichts zu verlieren hatte. Aber nachdem es sich herumgesprochen hatte, woran ich arbeitete, ließen mir immer mehr Experten ihre vertraulichen Unterlagen zukommen. Tatsächlich musste ich diese Informationen von drei verschiedenen Anwälten überprüfen lassen, bevor ich sie veröffentlichen konnte.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Der Einfluss der Pharmaindustrie ist in den USA deutlich höher als hier in Europa. Eine kürzlich veröffentlichte Studie besagt, dass amerikanische Kinder und Jugendliche dreimal mehr Antidepressiva schlucken, als europäische Teenager. Ist daran tatsächlich die Werbung schuld?</strong></p>
<p>Ja. Hier in den USA dürfen Pharmaunternehmen ihre Produkte viel offener bewerben. Die Anzeigen richten sich direkt an die Konsumenten. Da werden Millionen von Dollar für sogenannte „Verbraucherbewußtseins-Kampagnen“ ausgegeben: für Fernsehspots, für Anzeigen in Zeitungen und Magazinen und ganz besonders für Werbung in Frauenmagazinen. Die Botschaft lautet: „Haben Sie schon von dieser kürzlich entdeckten Störung gehört?“</p>
<p><strong>Beworben werden damit aber neue Medikamente?</strong></p>
<p>Ja. Am stärksten werden gerade Psychopharmaka und Neuroleptika &#8211; also Medikamente zur Behandlung von Psychosen &#8211; beworben, die gegen Bipolare Störungen und ADHD helfen sollen. Es sollen Ängste geschürt werden. Die Firmen versuchen die Konsumenten auf diesem Weg dazu zu bewegen, dass sie ihren Arzt von sich aus auf diese neuen Krankheiten ansprechen – es könnte ja sein, dass sie selbst oder ihre Kinder daran leiden.</p>
<p><strong>Also an manisch-depressiven Erkrankungen und Hyperaktivität? Sind das denn die vorherrschenden Probleme?</strong></p>
<p>Das nicht, aber diese Medikamente sind noch patentiert und deswegen die größte Einnahmequelle der Industrie. Es ist geradezu zynisch, dass es hier in den USA keine Werbung für Medikamente gegen Depression mehr gibt. Die klassischen Medikamente gegen Depression, die Serotoninaufnahmehemmer sind aber nun mal patentfrei und deswegen lässt sich damit kein Geld mehr machen. Es ist frappierend, wie sehr der Profit, der sich mit einem Medikament machen lässt hier in den USA die Werbung, die Nachrichten und damit die öffentliche Wahrnehmung für Krankheiten beeinflusst.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Würden Sie so weit gehen zu sagen, dass man sich selbst schadet, wenn man Psychopharmaka einnimmt?</strong></p>
<p>Bis zu einem gewissen Punkt, ja. Ich wurde kürzlich gefragt ob ich glaube, dass Psychopharmaka schuld an der Immobilienpleite in den USA sind. Meine erste Reaktion war: Nein, das ist zu weit hergeholt. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto plausibler scheint mir, dass viele Menschen durch die Medikamente, die sie einnehmen, eingelullt wurden. Sie fühlten sich zu sicher und haben sich auf völlig überteuerte Hypotheken eingelassen. Es ging um die vermutlich wichtigste Anschaffung in ihrem Leben, aber sie gingen damit um, als würden sie nur einen Hamburger kaufen. Sie konnten die damit verbundenen Risiken einfach nicht mehr einschätzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Aber belegen lässt sich das nicht.</strong></p>
<p>Nein, das ist natürlich nur Spekulation. Aber ich finde es wichtig, diesen Gedanken in Betracht zu ziehen. Ich möchte die anderen Einflüsse nicht herunterspielen: die Deregulierung der Banken und die Hypothekenfirmen sind das eigentliche Problem. Trotzdem muss man auch die Reaktionen der Menschen darauf in Betracht ziehen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nun sind Sie kein Psychiater, aber es gab 2008 in Deutschland zwei Familientragödien mit tödlichem Ausgang, die von manchen Stellen auf die Nebenwirkungen von Psychopharmaka zurückgeführt werden, die die Täter einnahmen. Ist das aus Ihrer Sicht zu weit hergeholt?</strong></p>
<p>Nein, gar nicht. Ich weiß nicht, ob das auch in der deutschen Presse stand, aber wir hatten letztes Jahr wieder einen Amoklauf, an der Universität in Illinois, die nicht weit von hier ist. Die Ermittlungen ergaben, dass der Attentäter auf einen ganzen Cocktail an Psychopharmaka gesetzt war: Prozac, Xanax und Ambien. Er hatte die Medikamente ein paar Tage vor dem Amoklauf abgesetzt. Meine Recherchen ergaben ähnliches: einige andere Massaker sind ebenfalls auf den Einfluss von Psychopharmaka zurück zu führen. Columbine zum Beispiel, die Morde an der Virginia Technical Universität, aber auch der Amoklauf an einer Schule im finnischen Tuusula oder der von Jeff Weise in Minnesota. Sogar der Mörder, der 2006 fünf Amish-Mädchen in einer Schule hinrichtete, hatte Psychopharmaka eingenommen.</p>
<p><strong>Aber könnte man nicht einwenden, dass diese Menschen psychisch krank waren und deswegen zu Recht Antidepressiva bekamen?</strong></p>
<p>Natürlich. Und wenn die Morde passierten, nachdem die Täter die Medikamente abgesetzt hatten heißt es: Es lag daran. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass manche Psychopharmaka Aggressionen auch erst hervorrufen können – als Nebenwirkung.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Eine letztes Jahr veröffentlichte Studie besagte, dass 2006 für ein Drittel aller Arbeitnehmer in Berlin eine Diagnose auf psychische Krankheiten erstellt wurde. Das ist eine ganze Menge. Liegt es daran, dass die Diagnostik sich verbessert hat und solche Krankheiten besser erkannt werden oder sind eher die Ärzte mit solchen Diagnosen zu schnell bei der Hand?</strong></p>
<p>Beides. Mit jeder neuen Auflage der DSM werden neue Krankheiten eingeführt und die Kriterien für die Diagnosen gelockert. Deswegen passen immer mehr Menschen in diese Kategorien. Allerdings machen es sich viele Ärzte auch zu leicht.</p>
<p><strong>Könnte es nicht auch einfach sein, dass unsere Art zu leben psychische Krankheiten hervorruft?</strong></p>
<p>Unser modernes Leben ist eine große Herausforderung. Und es wird auf keinen Fall leichter. Viele Menschen haben Ängste – vor Wirtschaftskrisen, globalen Konflikten, Terrorismus. Das sind alles gute Gründe sich zu fürchten. Nur besteht bei vielen Menschen eine Neigung zu glauben, dass ihre eigenen Ängste viel ausgeprägter sind, als die anderer.</p>
<p><strong>Sie würden also sagen, dass ein gewisses Maß an Angst heutzutage völlig normal ist?</strong></p>
<p>Wir selbst tragen dazu bei. Damit, wie wir leben. Tag für Tag werden wir mit einem Ideal konfrontiert, das schwer zu erfüllen ist: Wir sollen produktiv sein, wir sollen glücklich sein, nie traurig, wir sollen funktionieren und das auch noch genießen. Und all die Menschen, denen das aber nicht gelingt – die Mehrheit -, die immer wieder auch schlechte Tage haben, traurige Tage oder welche, an denen nichts zu funktionieren scheint, fühlen sich, als hätten sie dieses Ideal verraten. Die Erwartungen sind so hoch, dass nahezu jeder das Gefühl haben muss, dass er nicht heranreicht. Wir wären deutlich besser dran, wenn wir uns von diesem Druck einfach lossagen.</p>
<p><strong>Ein Blick in die Zukunft, bitte: Welche neuen Krankheiten kommen auf uns zu?</strong></p>
<p>Zur Debatte stehen Apathie Störung, Elterliches Entfremdungs Syndrom&#8230;</p>
<p><strong>Was ist das denn?</strong></p>
<p>Das Elterliches Entfremdungs Syndrom, auch PAS, beschreibt das Verhalten eines Kindes, das nach der Scheidung oft plötzlich und ohne nachvollziehbare Gründe nur noch mit dem sorgeberechtigten Elternteil zu tun haben will. Wenn PAS zu einer Krankheit erklärt wird, wird damit ein Minenfeld eröffnet. Sorgerechtsstreits könnten völlig außer Kontrolle geraten – wegen der „Krankheit“ des Kindes. Ich hoffe sehr, dass sich die Amerikanische Psychiater Vereinigung da heraushält.</p>
<p><strong>Über Internetsucht, die auch ein Kandidat für die nächste DSM-Auflage ist, haben Sie gerade einen kritischen Artikel veröffentlicht. Sehen Sie darin kein Problem?</strong></p>
<p>Ich glaube sehr wohl, dass übermäßige Internetnutzung ein weit verbreitetes Problem ist. Trotzdem widerstrebt mir der Gedanke, diese als eigenständige psychische Krankheit zu betrachten. Letztes Jahr wurde hierzulande ein Schriftstück veröffentlicht, das nahelegte, dass „80 Prozent aller Menschen mit Behandlungsbedarf wegen Internetsucht wahrscheinlich mit Psychopharmaka therapiert werden müssen und zwischen 20 und 24 Prozent einer stationären Behandlung bedürfen.“ Ich finde diese Art von Spekulationen absurd. Natürlich ermöglicht das Internet Dinge wie Online-Wetten oder –Poker und eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten, aber wenn die Nutzung überhand nimmt ist das erstmal ein Anzeichen für eine Verhaltensstörung – also etwas, das man auf sehr viele andere Arten behandeln kann. Zusätzlich muss man sich die Frage stellen, anhand welcher Kriterien eine „übermäßige Nutzung“ festgestellt werden soll. Immer mehr Menschen sind in beruflicher Hinsicht abhängig vom Internet. Sei es nun, weil sie Emails schreiben müssen oder weil sie bis spät in die Nacht am Rechner sitzen und arbeiten. Wer will da beurteilen, welche Zeitspanne, die man im Internet verbringt, noch gesund ist und welche „krankhaft“?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie steht es mit Verkehrsrüpelei?</strong></p>
<p>Die ist schon seit 1980 als Störung aufgeführt. Als Intermittent Explosive Disorder.</p>
<p><strong>Also impulsive Aggressionsausbrüche.</strong></p>
<p>Diese Störung wurde gerade viel diskutiert, weil es eine neue Studie gibt, die besagt, dass sehr viele Menschen darunter leiden. Und ganz besonders Autofahrer.</p>
<p><strong>Es hätte mich gewundert, wenn dem nicht so wäre&#8230;</strong></p>
<p>Natürlich wurde dabei aber nicht in Betracht gezogen, dass es Gründe für dieses Verhalten geben könnte: Stress, Pendeln und immer mehr Verkehr.</p>
<p><strong>Die Pharmaindustrie wird mit Sicherheit auf die DSM-Neuauflage reagieren?</strong></p>
<p>Sicher. Ein schönes Beispiel dafür, was passieren wird, ist die Reaktion der Industrie auf eine Störung, die im Anhang der DSM im Jahr 2000 genannt wurde: Die prämenstruelle dysphorische Störung.</p>
<p><strong>Also Reizbarkeit und Unwohlsein vor der Periode?</strong></p>
<p>Genau. Eli Lilly, dem Hersteller von Prozac, gelang es sein Patent auf Prozac zu erweitern, in dem er einfach die Farbe der Tabletten von Grün und Gelb in Lila änderte und ihm einen neuen Namen verpasste: Sarafem. Dann bewarben sie diese Tabletten mit schönen Frauen und Sonnenblumen als Medikament gegen prämenstruelle dysphorische Störung. Aber es ist immer noch das gleiche Prozac, ein Antidepressivum.</p>
<p><strong>Angenommen, ich sitze beim Arzt und noch während ich die Symptome beschreibe greift er in seinen Schrank und legt mir eine kostenlose Probepackung eines Medikaments hin. Sollte ich besser die Beine in die Hand nehmen?</strong></p>
<p>Sie sollten auf jeden Fall genau nachfragen, was er Ihnen da gibt und warum. Und bevor Sie es einnehmen machen Sie sich bitte schlau: Informieren Sie sich anhand verschiedener Quellen im Internet darüber, was Sie da nehmen sollen und ob es überhaupt notwendig ist. Vielleicht konsultieren Sie auch noch einen zweiten Arzt. Und überlegen Sie sich, ob es nicht besser wäre, eine Therapie zu machen, anstatt ein Antidepressivum zu nehmen. Es ist ihre Gesundheit und eine zweite oder dritte Meinung kann Ihnen nicht schaden. Das Medikament vielleicht schon.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://www.psychologie-heute.de/inhaltsverzeichnisse/heft0911.html">Psychologie Heute</a> November 2009</p>
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		<title>Die Bronx &#8211; Ein Slum wird Touristenziel</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 11:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange war der nördlichste Bezirk New Yorks eine Gegend, die von Reisenden gemieden wurde. Das hat sich geändert. Die Bronx erblüht. Die Entdeckung eines einst verpönten Stadtteils. Von Jessica Braun 

Hügelig und Grün, so wie einst die ganze Stadt gewesen sein muss, präsentiert sich Riverdale am Ufer des Hudson River. Hier sind die Grundstückspreise hoch: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=869&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Lange war der nördlichste Bezirk New Yorks eine Gegend, die von Reisenden gemieden wurde. Das hat sich geändert. Die Bronx erblüht. Die Entdeckung eines einst verpönten Stadtteils. </strong><span style="outline-width:0;outline-style:initial;outline-color:initial;font-size:14px;font-style:italic;margin:0;padding:0;"><strong>Von Jessica Braun </strong></span></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-873" title="Arthur Avenue" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0477.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Arthur Avenue" width="300" height="200" /></p>
<p><span style="outline-width:0;outline-style:initial;outline-color:initial;font-size:14px;font-style:italic;margin:0;padding:0;"><span id="more-869"></span><span style="font-style:normal;">Hügelig und Grün, so wie einst die ganze Stadt gewesen sein muss, präsentiert sich Riverdale am Ufer des Hudson River. Hier sind die Grundstückspreise hoch: Ein Zeichen für die Begehrtheit des Bezirks. Und auch, wenn es nicht so aussieht. Riverdale ist ein Teil der Bronx. Und nicht der einzige, in dem es sich gut leben lässt. Ursprünglich war die Bronx Farmland: Hier hatte sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts die schwedische Familie Bronck angesiedelt. Wer hier hinausfuhr, besuchte die Broncks, weswegen es der einzige New Yorker Bezirk ist, der heute immer noch in Verbindung mit einem Artikel genannt wird.</span></span></p>
<p>Die Bronx hat allerdings ein Problem: Es gibt zu viele Vorurteile, die Touristen davon abhalten, den Bezirk überhaupt zu betreten. Diese sind nicht ganz unbegründet, denn bis vor zehn Jahren sahen manche der Straßen dort aus, als wäre &#8222;hier gerade ein Krieg ausgetragen worden&#8220;, wie es die Bewohner ausdrücken. Bekannt geworden ist die Bronx durch ihre Kriminalität. In den 60ern gehörten Schießereien, besonders in der South Bronx, zum Alltag. Banden regierten die Straßen, Prostitution und Drogen machten die Gegend zu einem gefährlichen Ort. Für jeden, der seine Kindheit dort verbracht hatte, ohne selbst straffällig zu werden, war die Bronx daher auch ein Gütesiegel. Ein &#8222;Bronxite&#8220; zu sein bedeutete: Ich hatte es nicht leicht, aber habe es trotzdem geschafft.</p>
<p>Wer noch nie die Bronx besucht hat, wird vom nördlichsten der fünf New Yorker Bezirke überrascht sein. Denn das negative Image versperrt die Sicht auf die Schmuckstücke der Bronx. Hier steht beispielsweise die alte Kennedy-Villa, unterhalb der sich eine der schönsten, öffentlichen Gartenanlagen der Stadt erstreckt. Auf über zehn Hektar Fläche mit Blick auf den Hudson kann man in &#8222;Wave Hill&#8220; zwischen Rosenranken oder Lavendelbüschen flanieren. Ein echtes Ausflugsziel, denn hier darf über den Rasen laufen, Ball spielen oder picknicken. Ähnliches gilt natürlich auch für das Yankee-Stadium, auf das die Loreley von ihrem Joyce-Kilmer-Park aus hinabblickt.</p>
<p>Im Rücken der Loreley liegt der Grand Boulevard, der ursprünglich die Pariser Champs-Élysées in den Schatten stellen sollte. Das hat er nicht ganz geschafft, doch wer sich die Zeit nimmt, an ihm entlang zu schlendern, wird schnell von den Art-Déco-Bauten begeistert sein. Noch sind die meisten in eher schlechtem Zustand, aber die Stadt kümmert sich derzeit stark um die Wiederbelebung des Viertels. So wurden die ersten Wohnhäuser saniert und erstrahlen in neuem Glanz. Wer hier wohnt, hat nicht nur Platz und hohe Decken, sondern auch ein Naherholungsgebiet vor der Tür: den Bronx Zoo, den größten in einer Stadt gelegenen zoologische Garten der USA. Die Lebensqualität in der Bronx ist gerade in letzter Zeit enorm gestiegen.</p>
<p>Ein weiteres Highlight ist die kleine Insel City Island mit ihren pastellfarbenen Holzhäusern, Yachtanlegern, wilden Stränden und Möwenschreien. Hier ist die Welt noch ein Dorf. Man kommt schnell ins Gespräch und jeder, der hier ein Häuschen hat, ist gern bereit einem neben Anglerlatein und Seemannsgarn auch mehrere Gründe dafür zu liefern, warum es so gut ist, ein Bronxite zu sein.</p>
<p>Denn noch ist die Bronx ein Multikulti-Stadtteil und von der Upperclass genauso bewohnt, wie von der Mittelschicht und den sozial Schwächeren. Anders als im Rest der Stadt gibt es hier noch viele &#8222;Mom&amp;Pop-Stores&#8220;, das Pendant zu unseren Tante-Emma-Läden, und familiengeführte Restaurants, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Bronx-eigenen Little Italy lassen sich die Anwohner gern in Diskussionen darüber verwickeln, in welchem der kleinen Delikatessen-Geschäfte man die besten Dolci oder das frischeste Gemüse bekommt. Von den Zigarren &#8211; eher eine Spezialität der kubanischen Einwanderer &#8211; ganz zu schweigen.  Doch sobald hier die Gentrifizierung Einzug erhalt mit ihren Kaffeeketten und Markenshops, sobald sich das Gesicht des Bezirks dem der restlichen Stadt anpassen wird, werden auch die ärmeren Einwohner und mit ihnen die lokalen Eigenheiten verschwinden. Der Tag, an dem die Bronx wirklich zu einem touristisch erschlossenen Teil New Yorks wird, ist absehbar. Vielleicht fünf Jahre. Vielleicht noch zehn. Besser, man war vorher noch mal da.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-880" title="Arthur Avenue" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0438.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Arthur Avenue" width="300" height="200" /><img class="alignnone size-medium wp-image-881" title="Loreley am Grand Boulevard" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0390.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Loreley am Grand Boulevard" width="300" height="200" /><img class="alignnone size-medium wp-image-882" title="Wave Hill" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0345.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Wave Hill" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Unterwegs in der Bronx </strong></p>
<p><strong><span style="font-weight:normal;">Besonders bequem lässt sich die Bronx mit dem &#8222;Bronx Trolley&#8220;, einem roten Bus erkunden. Entweder mit öffentlicher Tour oder zur Miete für Kleingruppen. <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.bronxtrolley.com">www.bronxtrolley.com</a> Ein absolutes Muss auf der Tour ist der &#8220; Wave Hill Park&#8220;. Hier lernt man viel über die Besonderheiten der verschiedenen Pflanzen und die Geschichte der Anlage. <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.wavehill.org">www.wavehill.org</a> In der Nähe des Yankee-Stadium locken hispanische Restaurants mit authentischer Küche. Rund um die Arthur Avenue wartet &#8222;Little Italy&#8220; mit italienischen Köstlichkeiten.  <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.arthuravenue.com">www.arthuravenue.com </a>Sehr zu empfehlen ist ein kulinarischer Rundgang mit Susan Birnbaum. Sie ist in der Bronx aufgewachsen und verdankt ihre laute Stimme der Tatsache, dass ihr Elternhaus nahe der Eisenbahnlinie stand. Eine Tour kostet 45 Dollar. <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.susansez.com">www.susansez.com</a></span></strong></p>
<p><strong>City Island</strong></p>
<p>Hier wartet das historische &#8222;Le Refuge Inn&#8220; auf Gäste, ein Bed&amp;Breakfast in einer viktorianischen Villa. DZ ab 145 Dollar inklusive Frühstück, <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.lerefugeinn.com">www.lerefugeinn.com</a> Kulinarischer Tipp: Die frischen Crabcakes im &#8222;The Black Whale&#8220;; <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/www.theblackwhalecityisland.com">www.theblackwhalecityisland.com</a></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/new-york-bronx-ein-slum-wird-touristenziel-1508179.html">stern.de </a>am 12. September 2009</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/869/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=869&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Großer Apfel für kleines Geld &#8211; New York muss nicht teuer sein</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 10:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[NY]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Tagen begeht die Metropole New York ihren 400. Geburtstag. Feiern Sie mit. stern.de gibt Tipps für den günstigen Big-Apple-Trip. Von Jessica Braun


Hotels
Auch wenn New York die Stadt ist, die niemals schläft – ein Zimmer braucht man doch. Aber die Übernachtungspreise in Manhattan belasten die Reisekasse oft mehr als der Flug. Kein Wunder, denn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=895&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In diesen Tagen begeht die Metropole New York ihren 400. Geburtstag. Feiern Sie mit. <em>stern.de</em> gibt Tipps für den günstigen Big-Apple-Trip. <em>Von Jessica Braun<span id="more-895"></span></em></p>
<p><em><img class="alignnone size-medium wp-image-914" title="DSC_0035_2" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0035_2.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0035_2" width="300" height="200" /><br />
</em></p>
<p><a href=";"><strong>Hotels</strong></a><strong></strong></p>
<p>Auch wenn New York die Stadt ist, die niemals schläft – ein Zimmer braucht man doch. Aber die Übernachtungspreise in Manhattan belasten die Reisekasse oft mehr als der Flug. Kein Wunder, denn immerhin stehen hier einige der besten Hotels der Welt. Wer sein Geld lieber beim Feiern und Einkaufen ausgeben will, ist in folgenden Hotels gut untergebracht.</p>
<p><strong>Broadway Hostel</strong>: Das kleine Haus in der Upper West Side ist ein klassisches Hostel mit Mehrbett-, aber auch Doppelzimmern – nur schicker. Vor allem junge Leute fühlen sich hier wohl. Wem die Größe des Zimmers nicht wichtig ist, der ist je nach Datum schon mit 19 Dollar pro Nacht dabei. 230 West 101 Street, NY 10025, Tel. +1 212-865-7710, <a href="http://www.broadwayhotelnyc.com/">www.broadwayhotelnyc.com</a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-912" title="Broadway" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0070.jpg?w=200&#038;h=300" alt="Broadway" width="200" height="300" /></p>
<p><strong>Marrakech</strong>: Etwas teuerer, aber immer noch fair sind die Zimmerpreise im gegenüber gelegenen Hotel Marrakech. Das Zimmer gibt es hier ab 99 Dollar pro Nacht.  2688 Broadway, NY 10025, Tel. +1 212-222-2954, <a href="http://www.marrakechhotelnyc/">www.marrakechhotelnyc.com</a></p>
<p><strong>Wohnungsbörsen</strong>: Für Besucher, die länger als ein Wochenende bleiben, lohnt es sich nach freien Wohnungen in den entsprechenden Börsen umzusehen. Oft fährt man damit billiger als mit einem Hotelzimmer und hat es obendrein noch gemütlicher. Die minimale Aufenthaltsdauer beträgt meist fünf Nächte.  <a href="http://www.habitat.com/">www.habitat.com</a>, <a href="http://www.citylightsbedandbreakfast.com/">www.citylightsbedandbreakfast.com</a>, <a href="http://www.affordablenewyorkcity.com/">www.affordablenewyorkcity.com</a></p>
<p><a href=";"><strong>Restaurants</strong></a><strong></strong></p>
<p>Nicht nur in punkto Übernachten, sondern auch bei den Restaurants hat New York die Nase vorn. Hier gibt es einige der besten, vor allem aber extravagantesten Restaurants der Welt. Es soll sogar Hollywood-Stars geben, die nur wegen der einen oder anderen Neueröffnung an die Ostküste jetten. Sei es, weil der Küchenchef gerade aus Europa angekommen ist, die Bedienungen so gut aussehen, dass man keinen Bissen herunter bekommt oder das Essen schön machen soll. Wenn man günstig Urlaub machen will, muss man zwar auf solche Extras verzichten, aber nicht auf leckere Gerichte. Abgesehen von den sogenannten Restaurant Wochen, die im Januar und Juni/Juli stattfinden (<a href="http://www.http://nycgo.com/restaurantweek/">www.http://nycgo.com/restaurantweek</a>), gibt es überall in der Stadt genug gute Läden, die bezahlbare Gerichte anbieten.</p>
<p><strong>Artichoke</strong>: Die Pizzeria im East Village ist auf dem besten Weg, dem berühmten Di Fara in Brooklyn den Rang abzulaufen. Dort gibt es für drei Dollar riesige Stücke aus wagenradgroßen Pizzen.  328 East 14th Street, NY 10003, Tel. +1 212-228-2004, <a href="http://www.artichokepizza.com/">www.artichokepizza.com</a></p>
<p><strong>Char No. 4</strong>: Diese Bar in Brooklyn mit angeschlossenem Restaurant hat nicht nur eine überragende Whiskey-Auswahl, sondern vor allem auch das beste Pastrami der Stadt (12 Dollar). Ebenso zu empfehlen: das selbstgeräucherte BLT-Sandwich für 9 Dollar. 196 Smith Street, NY 11201, Tel. +1 718-643-2106, <a href="http://www.charno4.com/">www.charno4.com</a></p>
<p><a href="http://www.charno4.com/"></a> <strong>Vanessa’s Dumplings</strong>: Die Atmosphäre in diesem kleinen chinesischen Restaurant hat zwar den Charme einer Fast-Food-Kette, dafür sind die gefüllten Teigtaschen extrem lecker und die Fischgerichte frisch und leicht. 220 East 14th St, NY 10003, Tel. +1 212-529-1329</p>
<p><strong>Shopsin’s</strong>: Kenny Shopsin, ewig grummelnde Koch des gleichnamigen Schnellrestaurants, ist so bekannt, dass über ihn bereits eine Dokumentation gedreht wurde. Ähnlich populär ist das Kochbuch „Eat me“, in dem Shopsin seine Geheimnisse für glücklich machendes Essen verrät. Wirklich gut ist aber nur das Original: live, laut und vor allem schmackhaft. 120 Essex Street, NY 10002, <a href="http://www.shopsins.com/">www.shopsins.com</a></p>
<p><a href=";"><strong>Geschäfte</strong></a><strong></strong></p>
<p>Wer denkt, die New Yorker sind besser angezogen als der Rest der Welt, weil sie mehr Geld für Kleidung ausgeben, der irrt. Die zahlreichen Designer-Outlets in Manhattan haben sicherlich auch einen großen Anteil daran.</p>
<p><strong>Gabay’s</strong>: Hier kann man Stücke von Marc Jacobs und Manolo Blahnik über Chanel und Yves Saint Laurent bis hin zu Chloé und Burberry stark reduziert kaufen. Meistens sind es Restposten aus den Luxus-Kaufhäusern Henri Bendel und Bergdorf Goodman, die um bis zu 80 Prozent reduziert sind. 225 First Avenue, NY 10003, Tel. +1 212-254-3180, <a href="http://www.gabaysoutlet.com/">www.gabaysoutlet.com</a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-913" title="DSC_0002" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0002.jpg?w=200&#038;h=300" alt="DSC_0002" width="200" height="300" /></p>
<p><strong>Century 21</strong>: Man könnte dieses Kaufhaus auch Kreischhaus nennen – es gibt wenige Frauen, die einen Rundgang auf den fünf Verkaufsebenen ohne Gefühlsausbruch überstehen. Denn hier sind wirklich alle Designer vertreten. Allerdings hat die Sache einen Haken: Einige von den Kleidungsstücken sind verschmutzt oder kaputt. Wer aber genug Zeit mitbringt, kann extreme Schnäppchen machen: Eine Seven-for-all-Mankind-Jeans ab 29,95 Dollar und der Kaschmirpullover von Allude, der ursprünglich 680 Dollar kostete, geht für 80 Dollar weg. 22 Cortlandt Street, NY 10007, Tel. +1 212-227-9092, <a href="http://www.c21stores.com/">www.c21stores.com</a></p>
<p><strong>John Barrett</strong>: Der Friseur der New Yorker Upperclass hat seinen Salon im ehemaligen Goodman Penthouse im Kaufhaus Bergdorf Goodman. Doch wie in jedem Salon werden auch hier regelmäßig Modelle gesucht. Nach Absprache sind Haarschnitte zu einem Zehntel des normalen Preises möglich. Doch der Schnitt stimmt trotzdem, denn Stylisten, die bei Barrett anfangen, sind meist schon besser als viele fertig ausgebildete Friseure. 754 Fifth Avenue, 9th Floor, NY 10019, Tel. +1 212-872-2700, <a href="http://www.johnbarrett.com/">www.johnbarrett.com</a></p>
<p><a href=";"><strong>Broadway</strong></a><strong></strong></p>
<p>Noch immer gilt der Broadway, beziehungsweise die 39 Theater, die mit dieser Bezeichnung gemeint sind, als eine Art Garantie für gute Stücke &#8211; sei es nun Musical, Theater oder Comedy. An Tickets ist es allerdings schwer ranzukommen &#8211; selbst bei den guten Off-Broadway-Produktionen. Und günstig sind die Sitzplätze auch eher selten. Doch wer spontan und flexibel genug ist, kann an den TKTS zu reduzierten Preisen am gleichen oder nächsten Abend einen Platz in einer Vorstellung ergattern. Aber Achtung – die Schlangen können lange sein.</p>
<p><strong>TKTS</strong>: Es gibt drei Verkaufsstellen, die unterschiedliche Karten im Angebot haben. Am Times Square gibt es nur Karten für den gleichen Tag, am South Street Seaport Kiosk Tickets für den gleichen Abend oder Matineen am nächsten Tag. Und in Brooklyn werden zusätzlich Tickets für Events in der Nähe verkauft. Mit den Ticketeinnahmen werden Theaterproduktionen unterstützt. <a href="http://www.tdf.org/">www.tdf.org</a></p>
<p><a href=";"><strong>Museen</strong></a><strong></strong></p>
<p>Günstiger Eintritt in große Museen &#8211; diese Form des Kulturgenusses ist in New York sehr gut möglich. Man muss nur wissen, wann und wo. Darüber informiert die offizielle Tourismus-Website der Stadt. In manchen Häusern kann der Besucher das zahlen, was er will. In anderen ist der Eintritt an manchen Tagen frei, in einigen sogar immer. <a href="http://www.iloveny.com/">www.iloveny.com</a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-916" title="DSC_0005" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0005.jpg?w=200&#038;h=300" alt="DSC_0005" width="200" height="300" /></p>
<p><a href=";"><strong>Bootsfahrten</strong></a><strong></strong></p>
<p>Für einen Blick auf die Freiheitsstatue kann man natürlich Geld zahlen. Braucht man aber nicht. Denn die Fähre nach Staten Island ist kostenlos. Sie verbindet Manhattan mit dem Stadtteil New Yorks, der nahezu rundum mit Stränden aufwarten kann. Auf einer Fahrt, die knapp eine halbe Stunde dauert, hat man genug Zeit, um an Deck zu gehen und ein paar Fotos von der Freiheitsstatue zu schießen.  <a href="http://www.isiferry.com/">www.isiferry.com</a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-917" title="DSC_0088" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_00881.jpg?w=200&#038;h=300" alt="DSC_0088" width="200" height="300" /></p>
<p><a href=";"><strong>Yoga</strong></a><strong></strong></p>
<p>In der angesagtesten Stadt der Welt ist Yoga ein Muss. Viele Besucher breiten in New York ihre Yogamatten aus, um zu sehen, ob es irgendwelche neuen Trends bei der Entspannungstechnik gibt. Selbst dabei kann man sparen.</p>
<p><strong>Lululemon Athletica</strong>: Eigentlich ein Label für Yoga-Sportbekleidung. Doch die Firma bietet auch kostenlosen Yoga-Unterricht für Einsteiger an – im Sommer sogar im Park (<a href="http://www.bryantpark.org/">www.bryantpark.org</a> ). Die Kurse werden auf der Website im Event-Kalender angezeigt.  15 Union Square West, NY 10003, Tel. +1 212-675-5286, <a href="http://www.lululemon.com/">www.lululemon.com</a></p>
<p><strong>Pure Yoga</strong>: Mit über 100 Kursen pro Woche und 20 verschiedenen Yoga-Arten findet hier fast jeder etwas. Die Teilnahme an einer Unterrichtseinheit kostet faire 25 Dollar.  203 East 86th Street, NY 10028, Tel. +1 212-360-1888, <a href="http://www.pureyoga.com/">www.pureyoga.com</a></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/spartipps-fuer-den-new-york-aufenthalt-grosser-apfel-fuer-kleines-geld-1507680.html">stern.de</a> am 11. September 2009</p>
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		<title>Da kommt was auf uns zu &#8211; Die Bronx</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 09:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
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		<description><![CDATA[
Während sich im Sommer in Manhattan die Straßen aufheizen wie Herdplatten, stehen an der Küste der kleinen Insel City Island Männer in Gummistiefeln im Schlick und werfen ihre Angel in die Brise. Dass man hier mitten in der Bronx ist, einem New Yorker Stadtteil, der nicht gerade für seinen Charme bekannt ist, hat man mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=861&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignnone size-medium wp-image-863" title="City Island" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0496.jpg?w=300&#038;h=200" alt="City Island" width="300" height="200" /></p>
<p>Während sich im Sommer in Manhattan die Straßen aufheizen wie Herdplatten, stehen an der Küste der kleinen Insel City Island Männer in Gummistiefeln im Schlick und werfen ihre Angel in die Brise. <span id="more-861"></span>Dass man hier mitten in der Bronx ist, einem New Yorker Stadtteil, der nicht gerade für seinen Charme bekannt ist, hat man mit dem ersten salzigen Atemzug bereits vergessen – das Inselchen mit seinen schönen Holzhäusern ist vielleicht das bestgehütete Geheimnis des Viertels. In der lange verrufenen Bronx ist es in letzter Zeit recht friedlich geworden, und die Tourismusbeauftragten des Bezirks bemühen sich redlich, die Besucher von Broadway und Fifth Avenue in den Bronx Zoo oder zum Botanischen Garten zu locken: mit der Webseite <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.ilovethebronx.com/" target="_blank">ilovethebronx.com</a>, dem Gratismagazin<em> BX 360°</em> und kostenlosen Stadtrundfahrten.</p>
<p>Denn noch kennen zu wenige New-York-Reisende die italienischen Feinkostläden der Arthur Avenue oder die hübschen Exilkubanerinnen, die auf dem Wochenmarkt handgerollte Zigarren verkaufen. Oder Riverdale, die Villengegend oberhalb des Hudson, wo auch die alte Sommerresidenz der Kennedys steht: Eingerahmt von Hügeln sieht der Fluss hier aus wie der Rhein, mächtig, uralt. Und auch die Loreley ist nicht weit. Sie sitzt, in Stein gemeißelt, im Joyce Kilmer Park, den Blick auf das Yankee-Baseballstadion gerichtet. Wie die Bronx zu ihrer Sirene kam – der Brunnen sollte 1897 zu Ehren Heinrich Heines an Düsseldorf vermacht werden, aber die Düsseldorfer wollten ihn nicht –, das wissen jedoch nicht einmal die Stadtführer.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-866" title="City Island" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0499.jpg?w=200&#038;h=300" alt="City Island" width="200" height="300" /></p>
<p><strong>Bronx Trolley</strong>: Kostenlose Stadtrundfahrt. Tel. 001/718/590 25 02,<a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.bronxtrolley.com/" target="_blank">www.bronxtrolley.com</a>.<br />
<strong>Arthur Avenue Retail Market</strong>: 2344 Arthur Avenue, Bronx.<a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.arthuravenue.com/" target="_blank">www.arthuravenue.com</a>.<br />
<strong>Wave Hill Café</strong>: Früher Wohnhaus von Mark Twain, heute Deli. Im wunderschönen Wave Hill Park, Bronx. Tel. 001/718/549 32 00,<a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.wavehill.org/" target="_blank">www.wavehill.org</a>.                                        <strong>The Black Whale</strong>: Frische Crabcakes, 279 City Island Avenue, City Island. Tel. 001/718/885 36 57,<a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.theblackwhalecityisland.com/" target="_blank">www.theblackwhalecityisland.com</a>.                                                                          <strong>Le Refuge Inn</strong>: Viktorianische Villa, DZ ab 145 Dollar, 586 City Island Avenue, City Island. Tel. 001/718/885 24 78, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.lerefugeinn.com/" target="_blank">www.lerefugeinn.com</a>.</p>
<p>Jessica Braun für S<a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30428/besser-als-ihr-ruf-die-bronx">Z Magazin</a> am 21. August 2009</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/861/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/861/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/861/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/861/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/861/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/861/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/861/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/861/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/861/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/861/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=861&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Authentizität und Spitzenhäubchen &#8211; Amische in Jamesport</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 21:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[Amische]]></category>
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		<description><![CDATA[In amerikanischen Jamesport rollen Kutschen die Landstraße entlang. Männer mit langen Bärten geben ihren Pferden die Sporen. Frauen mit Hauben halten einen Schwatz auf der Hauptstraße. Ein Filmdreh oder Themenpark? Nein. Ein Besuch bei den Amischen.„Natürlich könne mir Deutsch schwätze!&#8220; David Yoder zwinkert gut gelaunt. Ein wenig sieht er dabei aus wie Bashful &#8211; der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=835&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>In amerikanischen Jamesport rollen Kutschen die Landstraße entlang. Männer mit langen Bärten geben ihren Pferden die Sporen. Frauen mit Hauben halten einen Schwatz auf der Hauptstraße. Ein Filmdreh oder Themenpark? Nein. Ein Besuch bei den Amischen.<span id="more-835"></span></strong><img class="alignnone size-medium wp-image-842" title="DSC_0195" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/08/dsc_01951.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0195" width="300" height="200" />„Natürlich könne mir Deutsch schwätze!&#8220; David Yoder zwinkert gut gelaunt. Ein wenig sieht er dabei aus wie Bashful &#8211; der Zwerg aus Walt Disneys Märchenverfilmung, der eine heimliche Schwäche für Schneewittchen hat. Das liegt zum einen an seinem Bart &#8211; David Yoder ist Amisch &#8211; aber auch an seinen blauen Augen, die fast die gleiche märchenhafte Farbe haben wie seine Hosenträger und an dem altmodischen Strohhut.<br />
In Jamesport, einem Dorf im US-Bundesstaat Missouri, fällt er mit seiner Kluft nicht auf. Tatsächlich sind die Amischen, eine Glaubensgemeinschaft mit schweizerischen und deutschen Wurzeln, in Jamesport sogar in der Überzahl. Auch wenn sie offiziell nicht als Einwohner gelten: 1500 Menschen gehören zu ihrer Gemeinde. Das sind dreimal mehr Menschen als in Jamesport leben. Wie David Yoder besitzen auch die anderen Amischen große Teile des Farmlandes. Sie versorgen mit ihren Handwerksbetrieben nicht nur die Läden im Ortskern &#8211; eine Kreuzung, die sich scheinbar kaum verändert hat, seit der Revolverheld Jesse James Missouri unsicher machte &#8211; sondern auch Händler überall in den USA. Und sie sind wie in anderen Bundesstaaten auch eine gute Einnahmequelle für die Region. Weil dort, wo Amische der alten Ordnung leben, die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Etwas, das Touristen gefällt.</p>
<p>„Wollt ihr meine Pferde sehen?&#8220; Wie die meisten Amischen in der Gegend ist der Kutschenbauer David Yoder es gewohnt, dass Touristen auf seinem Hof aufkreuzen. Fotografieren will er sich nicht lassen &#8211; das wäre Hochmut. Aber seinen Besitz &#8211; Werkstatt, Scheune, Pferdekoppel &#8211; zeigt er mit der Routine eines professionellen Fremdenführers. Und auch die Fragen zu einem Lebensstil, an dem sich seit der Emigration großer Teile der Gemeinschaft in die USA im 18. Jahrhundert scheinbar wenig geändert hat, beantwortet er gerne. Für deutsche Besucher auch in dem den Amischen eigenen Dialekt Pennsylvaniadeutsch, einer Mischung aus pfälzischer Mundart und englischen Sprenkeln.<br />
<strong><br />
Hosenträger und Hufgeklapper</strong></p>
<p>Bereits im Jahr 1683 hatte der Brite William Penn, Gründer der Kolonie Pennsylvania, verfolgte Glaubensgruppen dazu aufgerufen, nach Pennsylvania auszuwandern. Der Sohn eines Admirals hatte eine Vision: In seiner Kolonie sollten Siedler und Indianer als Landbesitzer friedlich nebeneinander leben und ihrem jeweiligen Glauben treu bleiben dürfen. Der Ruf erreichte auch die Amischen, eine christlich-fundamentalistische Gruppe, die es in ihrer Heimat Europa zunehmend schwerer hatte. Bis heute lebt ein Großteil der über 200.000 US-amerikanischen Amischen in Pennsylvania. Dort, wo 1985 auch der Kinofilm „Der einzige Zeuge&#8220; mit Harrison Ford gedreht wurde. Die idyllischen Bilder des Films, die Szenen vom Farmleben und Aufnahmen von Ford in typischer Amischen-Kluft sind sicher mit Schuld daran, dass es immer wieder Reisende nach Jamesport verschlägt.</p>
<p>Eine Kreuzung mit vier Gebäuden in jeder Richtung, drei Restaurants, ein Haushaltswarengeschäft und mehrere Einrichtungsläden, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit vielen Flüssen und Seen &#8211; nach zehn Minuten kennt man den Ort. Und der Ort kennt einen. „So you just made it over the creek, huh?&#8220; ist die Standardfrage, mit der man hier im Mittleren Westen begrüßt wird. Die Metropole Kansas City liegt fast zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Für die meisten Amischen eine kleine Weltreise: Wer sich nur mit Kutschen fortbewegt, hat einen eingeschränkten Radius.</p>
<p>Das Klapp-Klapp-Klapp der Hufe ist von früh morgens bis spät abends zu hören und die Kutschen versetzen einen bei ihrem Anblick sofort zurück in die gute alte Zeit. Ähnlich ist es mit den Trachten: Die Männer in den Kutschen tragen steife Filz- oder Strohhüte und Hosen, wie man sie aus Western kennt. Die Frauen kleiden sich mit Hauben und schmucklosen langen Kleidern in Pastellfarben. Die Regeln der Amischen in Jamesport sind streng und für Außenstehende nicht immer zu verstehen. Wie sehr sich eine Gemeinde vom modernen Leben distanziert, hängt davon ab, ob sie sich zur alten Ordnung zählt oder nicht &#8211; Amisch zu sein heißt nicht zwingend, kein Auto fahren zu dürfen.</p>
<p><strong>Das versteckte Handy</strong></p>
<p>In Jamesport ist Elektrizität im Haus verboten. Ein mit Gas betriebener Kühlschrank oder ein Akkuschrauber sind erlaubt. Fahrräder dürfen nicht benutzt werden, aber es kann schon passieren, dass man einen Amischen auf dem Tretroller oder mit Rollerblades sieht. Darüber, was sich ziemt und was nicht, entscheiden die Bischöfe. Als sich 1953 mehrere Familien in Jamesport ansiedelten, brachten sie gleich einen mit.</p>
<p>„Tu das weg!&#8220; Mary Beechy scheucht ihren Mann durch das Wohnzimmer, damit er das Handy auf dem Couchtisch unter einer Zeitung versteckt. Das Wohnzimmer sieht aus wie das vieler anderer amerikanischer Familien: große Sofas, geblümte Kissen und Vorhänge, Nippes. Allerdings kein Fernseher. Und auch die beiden passen in ihrer Kluft nicht richtig ins Bild. Die Beechys, die ihren gut gehenden Lebensmittelladen mittlerweile den Kindern überschrieben haben, gehören zu den liberal denkenden Familien im Ort. Sie sind sich bewusst, dass ihre Art zu leben nicht die einzig wahre sein muss und verschließen sich dem Leben der „Englischen&#8220; &#8211; so nennen die Amischen alle Nicht-Amischen &#8211; nicht rigoros. Wohl wissend, dass sie mit einem Handy im Haus die Regeln übertreten. Zwar hat jede Familie ein Telefonhäuschen auf ihrem Grundstück, aber im Haus sind Telefone verboten.</p>
<p>Bei den Gesetzen der Amischen geht es vor allem um eines: den Zusammenhalt der Gemeinde. Darum, nah beieinander zu leben und sich gegenseitig zu unterstützen. Also sich lieber zu treffen, als anzurufen. Nicht mit dem Auto durch die Weltgeschichte zu gondeln, sondern bei Haus und Familie zu bleiben. Und eben kein Ferienhaus mit Pool in Kalifornien zu haben. Die Beechys mussten ihres auf Anweisung des Bischofs verkaufen.</p>
<p>Durch ihre Art zu leben haben die Amischen in Missouri sich aber auch Dinge bewahrt, die in unserer Welt oft schmerzlich vermisst werden: Trifft eine Familie ein Unglück, brennt ein Haus ab oder wird jemand schwer krank, stehen alle Gemeindemitglieder bei. Das Haus wird innerhalb einer Woche wieder aufgebaut. Die Krankenhausrechnungen unter allen aufgeteilt. Vom eigenen Land leben zu können, steht im Vordergrund und die ganze Familie &#8211; bis zu 15 Kinder sind kein Sonderfall &#8211; hilft mit, um Haus, Hof und Laden zu bewirtschaften.</p>
<p>In und um Jamesport wird vom handgenähten Quilt bis zur Spielplatzausstattung in Holz alles verkauft, was die Handwerkskunst der Amischen hervorbringt. Und der zweimal im Jahr stattfindende Flohmarkt ist deswegen nicht nur für Touristen aus den Nachbarstaaten ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch für Antiquitäten- und Kunstgewerbehändler von Ost- und Westküste.</p>
<p><strong>Hochzeitstag im Amish-Country</strong></p>
<p>Es ist Donnerstagmorgen. Im Restaurant der Familie Gingerich an der Kreuzung riecht es nach Apfelkuchen und gebratenem Hühnchen. Die Gingerichs waren ursprünglich auch Amische. Doch weil sie in ihrem Restaurant Englische bewirteten, die Leute aus dem Ort und Touristen, wurden sie aus ihrer Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen. Nun sind sie Mennoiten: in der Kleidung kaum von den Amischen zu unterscheiden, aber nicht mehr ganz so strengen Regeln unterworfen.</p>
<p>Als draußen eine Prozession Dutzender Kutschen vorbei fährt, streift sich eine der Töchter die Hände an ihrer Schürze ab. „Heute ist eine Hochzeit.&#8220; Das Fest findet auf einer Farm von Nachbarn der Beechys statt. Das Ehepaar passt auf die Kleinkinder der Gäste auf, damit diese ungestört feiern können. „Die Gingerichs? Natürlich sprechen wir noch mit ihnen. Aber zu der Hochzeit kommen dürfen sie eben nicht.&#8220; Mary Beechy akzeptiert, dass es Gemeindemitglieder gibt, die sich gegen ein Leben als Amische entscheiden. Sie selbst scheint damit aber sehr glücklich zu sein: Ihr Gesicht ist voller Lachfalten, und sie scherzt viel.</p>
<p>Nur für eines hat sie kein Verständnis. Vor ein paar Jahren kam eine Touristin in den Ort, die gerne zum Amischen Glauben übertreten wollte &#8211; in der Hoffnung auf ein Stück heile Welt. Mary Beechy steht auf ihrer Veranda und sieht hinüber zu den Kutschen, die beständig in Richtung des Hochzeitsfests rollen. „Wir haben die Frau bei uns aufgenommen. Ein paar Monate hat sie bei uns gewohnt.&#8220; Sie schiebt sich eine dunkle Haarsträhne unter die Haube, die ausgebüchst ist. Schüttelt den Kopf angesichts der Besucherin, die den Ort unverrichteter Dinge als Englische wieder verließ. „Wenn man von Anfang an so aufwächst, ist das eine Sache. Wir kennen es ja nicht anders.&#8220; Sie zögert. Dann grinst sie: „Ganz ehrlich? Die Frau war völlig verrückt.&#8220;</p>

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<a href='http://jessicabraun.wordpress.com/2009/08/20/authentizitat-und-spitzenhaubchen-amische-in-jamesport/dsc_0095_3/' title='DSC_0095_3'><img width="100" height="150" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/08/dsc_0095_3.jpg?w=100&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="" title="DSC_0095_3" /></a>
<a href='http://jessicabraun.wordpress.com/2009/08/20/authentizitat-und-spitzenhaubchen-amische-in-jamesport/dsc_0103-2/' title='DSC_0103'><img width="150" height="100" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/08/dsc_0103.jpg?w=150&#038;h=100" class="attachment-thumbnail" alt="" title="DSC_0103" /></a>

<p><strong>Informationen</strong><strong> </strong><br />
Unterkunft: Das <a href="http://www.jamesport.net/arbor.html"><strong>Arbor House Country Inn</strong></a> bietet große, gemütliche Fremdenzimmer. Der Besitzer Ron Ledesma ist für seine Kochkünste im ganzen Ort bekannt. DZ pro Nacht ab 110 Dollar: 103 South Olive Street, Jamesport, Missouri 64648, Tel. +1 (660) 684 6760</p>
<p>Flohmärkte: Zweimal im Jahr, am Muttertag-Wochenende im Mai und dem letzten Juli.</p>
<p>Alle von Amisch geführten Läden in Jamesport und Umgebung: <a href="http://www.jamesport.net/amish_shops.html">www.jamesport.net</a></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/amische-in-den-usa-authentizitaet-und-spitzenhaeubchen-705269.html">stern.de</a> am 03.06.09</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/835/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=835&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Perfekter Plan &#8211; Scharmützelsee</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 09:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[Scharmützelsee]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wetter jut, allet jut.“ So sagt man in Berlin. Das stimmt nur bedingt, denn auch wenn die Stadt an einem Sommertag wirklich gut aussieht – sie riecht trotzdem schlecht. Man ist deswegen richtig beraten, einer fast vergessenen Berliner Tradition zu folgen und die heißen Wochenenden am nur eine Stunde entfernt gelegenen Scharmützelsee zu verbringen. Am [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=856&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Wetter jut, allet jut.“ So sagt man in Berlin. Das stimmt nur bedingt, denn auch wenn die Stadt an einem Sommertag wirklich gut aussieht – sie riecht trotzdem schlecht. </strong><span id="more-856"></span>Man ist deswegen richtig beraten, einer fast vergessenen Berliner Tradition zu folgen und die heißen Wochenenden am nur eine Stunde entfernt gelegenen Scharmützelsee zu verbringen. Am Scharmützelsee – Theodor Fontane nannte ihn das „Märkische Meer“ &#8211; ist die Luft frisch. Es riecht nach kaltem Seewasser, nach Wald. Und man kann gucken. Der Blick entlang der Uferpromenade ist nahezu unverbaut. Das liegt daran, dass der Scharmützelsee nur kurze Zeit als Ausflugsziel in Mode war: Vor 1900 galten die an seinem Ufer gelegenen Orte Saarow und Pieskow noch als „die verlassensten Nester der Mark Brandenburg“. Die ersten Villen wurden erst nach der Jahrhundertwende gebaut, zusammen mit der Eisenbahnstrecke und dem Kurhaus. Aus Saarow, dem Nest, wurde Bad Saarow, der elegante Kurort – Treffpunkt für UFA-Stars, die sich mit Wasser, Luft und Moor in der Therme von ihren Zipperlein kurieren ließen und Berlinern, die ihnen dabei zusehen wollten. Dann kam der Zweite Weltkrieg, danach die Rote Armee. Letztere besetzte den Ortskern und blieb bis 1994. Seitdem hat sich nicht allzu viel getan und fast möchte man das gutheißen. Die Therme wurde modernisiert, das eine oder andere Hotel ans Ufer gebaut und in Wendisch-Rietz entstand eine Art Ferienpark aus Schwedenhäusern. Ansonsten ist es grün und still und ländlich. So sehr, dass man ganz schnell vergisst, dass man gerade erst aus Berlin gekommen ist. Und beim Hineinwaten in den See den Blick zum blitzeblauen Himmel richtet, bevor man untertaucht. Und denkt: „Wetter jut, allet jut.“</p>
<p><em><strong>1. Saarow Therme</strong> Kurbehandlungen ab 15 Euro, Wellnesspakete ab 65 Euro. Am Kurpark 1, 15526 Bad Saarow, Tel. 033631/86 80, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.bad-saarow.de/" target="_blank">www.bad-saarow.de</a>.<br />
<strong>2. Hotel Esplanade</strong> Modernes Wellnesshotel mit Solebad. Ab 76 Euro pro<br />
Person/Nacht. Seestraße 49, 15526 Bad Saarow, Tel. 033631/ 43 20, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.esplanade-resort.de/" target="_blank">www.esplanade-resort.de</a>.<br />
<strong>3. YAAS &#8211; Yacht Akademie Axel Schmidt</strong> Bootsverleih, Kurse und Touren.<br />
Parkallee 2, 15526 Bad Saarow, Tel. 033631/634 00, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.yaas-segeln.de/" target="_blank">www.yaas-segeln.de</a>.<br />
<strong>4. Landhaus im Grünen</strong> Fisch- und Knoblauchspezialitäten. Schwarzhorner Weg 12a, 15864 Wendisch Rietz, Tel. 033679/715 28.<br />
<strong>5. Satama Saunapark</strong> Ab 20 Euro; Russische Sauna mit Wodka und Birkenzweigen zusätzl. 23 Euro. Strandstraße 12, 15864 Wendisch Rietz, Tel. 033679/758 99 00, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.satama-saunapark.de/" target="_blank">www.satama-saunapark.de</a>.<br />
<strong>6. Schloss Hubertushöhe</strong> Romantisches Hotel am Storkower See. DZ ab 75 Euro pro Person/Nacht. Robert-Koch-Straße 1, 15859 Storkow, Tel. 033678/430, <a style="text-decoration:none;color:#cf0000;" href="http://www.hubertushoehe.de/" target="_blank">www.hubertushoehe.de</a>.<br />
<strong>7. Restaurant Fisch-Haus</strong> mit sehr guter Küche, zwischen Scharmützel- und Glubigsee gelegen. Am Kleinen Glubigsee 31, 15864 Wendisch Rietz, Tel. 033679/750 73.</em></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30153">SZ Magazin</a> am 07.08.2009</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/856/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/856/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/856/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/856/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/856/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=856&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Großstadtschungel &#8211; Der High Line Park in New York</title>
		<link>http://jessicabraun.wordpress.com/2009/06/29/grosstadtschungel-der-high-line-park-in-new-york/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 10:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[Highline Park]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[NY]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf einer stillgelegten Bahntrasse mitten in New York wucherte seit über 20 Jahren wildes Grün. Nun wird der Dschungel auf der High Line als öffentlicher Park für Besucher zugänglich gemacht. Und dabei gleichzeitig gezähmt.
 
Die Bikinischönheiten haben nur Augen für sich selbst. Es ist Wochenende in New York und die Stadt erlebt die erste Hitzewelle [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=893&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Auf einer stillgelegten Bahntrasse mitten in New York wucherte seit über 20 Jahren wildes Grün. Nun wird der Dschungel auf der High Line als öffentlicher Park für Besucher zugänglich gemacht. Und dabei gleichzeitig gezähmt.</strong></p>
<p><strong><span id="more-893"></span><span style="font-weight:normal;"> </span></strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-902" title="DSC_0049" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0049.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0049" width="300" height="200" />Die Bikinischönheiten haben nur Augen für sich selbst. Es ist Wochenende in New York und die Stadt erlebt die erste Hitzewelle des Jahres. Auf dem Dach des Hotel Gansevoort im Meatpacking District werden Cocktails am Pool serviert. Die Musik ist laut, die Straßen unten noch lauter. Ein junger Mann in Badehose lehnt sich etwas abseits an die gläserne Brüstung der Terrasse, um zu telefonieren. Plötzlich stutzt er. „Moment mal – was ist das denn?“</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-903" title="DSC_0045" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0045.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0045" width="300" height="200" /></p>
<p>Von oben betrachtet ist der High Line Park ein seltsamer Anblick. Parallel zum Hudson erstreckt sich die Hochbahntrasse auf mehreren Metern Höhe vom Meatpacking District über West Chelsea bis Hell&#8217;s Kitchen entlang historischer Industriebauten, Wohnhäuser und moderner Büropaläste. Die Bahnlinie, die jetzt nach und nach zum Park umgebaut wird, stammt aus den 30ern. Ursprünglich war sie eine Zulieferstrecke für Güterzüge, die zum Beispiel Vieh in den Fleischereidistrikt brachten – deswegen führt sie an manchen Stellen auch durch Gebäude hindurch. Doch erst in den letzten Jahren ist sie zu etwas Besonderem geworden: zu einer feinen, grünen Ader, umgeben von Beton. Denn seit vor fast 30 Jahren der letzte Wagon mit gefrorenen Truthähnen für die Schlachthöfe über die Schienen rollte, wuchert die Linie zu: Hüfthohe Gräser in den unterschiedlichsten Grüntönen wiegen sich im Wind. Bäume schieben ihre Wurzeln unter den rostigen Schienen hindurch und saftiges Moos überzieht die modernden Holzplanken. Die waldige Trasse ist ein Stück Wildnis inmitten des Großstadtdschungels – das Werk von Wind und Vögeln, die Pflanzensamen darüber verteilten. Mit der Zeit konnte sich auf den Hochbahnschienen so eine ganz eigene Vegetation entwickeln. Die Schatten der Häuserschluchten, die offenen, sonnenbeschienenen Abschnitte und die Bodenbeläge aus Kies, heraufgewehter Erde oder Sand bilden Mikroklimata die ganz unterschiedliche Pflanzen hervorbringen – ein schienenbreiter Garten Eden für jeden Hobbybiologen. Wären da nicht die „Betreten verboten“-Schilder, die Unbefugte an Streifzügen durch die Wildnis in luftiger Höhe hindern sollen.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-904" title="Highline3" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/highline3.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Highline3" width="300" height="225" /></p>
<p>„Als ich klein war, bin ich oft mit meinem Bruder dort oben gewesen“, erzählte der Schauspieler Ethan Hawke kürzlich in einem Interview. „Es war ein magischer Ort.“ Eine Erfahrung, die er mit den meisten der anderen Mitglieder des Fördervereins „Friends of the High Line“ – der Freunde der High Line – teilt. Obwohl das Betreten der Trasse wegen zwischen den Pflanzen versteckter Scherben oder rostiger Metallreste und ihrem Verlauf über den Straßen tatsächlich nicht ungefährlich war, wurde sie schnell zu einem Tummelplatz für Abenteuerlustige, Unangepasste und Außenseiter. Teenager trafen sich dort zur Mutprobe, Verliebte zum Kuss zwischen Kräutern und Blumen. Dealer und Obdachlose tauchten im Grün unter. Anwohner nutzten das unberührte Fleckchen Erde um dort Gemüse anzubauen. Die grüne Ader im Westen New Yorks war ein Biotop – nicht nur für Gräser und Sträucher, sondern für eine anarchistische Form urbanen Lebens im Freien. Ein Märchenwald, in dem alles möglich war, was die Stadt sonst nicht zuließ. Und so gab es schnell Gegenwehr, als sich Mitte der 80er einige der Eigner der umliegenden Grundstücke dafür aussprachen, die Schienen einreißen zu lassen. Dort, wo die High Line verlief konnte nicht gebaut werden, und die Trasse verdunkelte die Straßen und hielt so die Grundstückspreise niedrig. Doch für viele der Anwohner war sie genau deswegen auch eine Bereicherung.</p>
<p>Erst war es nur der Eisenbahn-Fan und High Line-Nachbar Peter Obletz aus dem Viertel Chelsea, der sich dafür einsetzte, die Linie wieder in Betrieb zu nehmen. Seine Versuche blieben erfolglos, doch die Trasse rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. 1999 gründeten die zwei Anwohner Joshua David und Robert Hammond den Verein „Friends of the High Line“. Ihr Ziel: Aus dem Wildwuchs sollte ein öffentlicher Park entstehen. Sie versuchten die Stadt New York zu einer Investition in die High Line zu bewegen. Ihre Argumente waren schlüssig: Parks steigern die Lebensqualität in den angrenzende Wohnvierteln, so ihre Rechnung. Dadurch steigen die Grundstückspreise &#8211; die Stadt bekommt das investierte Geld durch höhere Steuereinnahme zurück. Doch letztlich waren es weniger die pragmatischen als die emotionalen Argumente, die den Verein und damit auch den Druck auf die Stadt wachsen ließen. Mehr und mehr Prominente, vor allem aber Nicht-Prominente unterstützten die Idee eines Parks auf Schienen: Neben Schauspieler Ethan Hawke, seinen Kollegen Edward Norton und Kevin Bacon, der Designerin Diane von Fürstenberg und dem Fotografen Joel Sternfeld waren es vor allem die unzähligen Anwohner die sich für die Erhaltung stark machten. Und letztlich gewannen: 2002 unterzeichnete Bürgermeister Michael Bloomberg den Beschluss zur Umwandlung der Bahnlinie in einen öffentlichen Park. Die Bauarbeiten laufen seit April 2006. Eröffnet wird das erste Teilstück am 09.06. diesen Jahres.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-906" title="DSC_0030" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_00301.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0030" width="300" height="200" /></p>
<p>Von der Poolterrasse des Gansevoort Hotels aus kann man nun das erste fertige Teilstück sehen. Es reicht von der Gansevoort- bis to 20sten Straße. Der Dschungel ist einer (zumindest noch) puristischen Begrünung gewichen. Erst wurde gerodet, dann gestaltet und neu bepflanzt. Den Landschaftsarchitekten der zuständigen Firma James Corner Field Operations war es wichtig, dabei die alten Vegetationsstrukturen zu erhalten: Sie arbeiteten mit den gleichen Gräsersorten, Bäumschösslingen und Blumenarten, die ursprünglich der Wind auf die Trasse getragen hatte. Auch die Schienen sind noch da – nun integriert in ein dynamisch wirkendes Muster langgezogener Steinplatten. Auch die Bänke, eigentlich Ruheplätze, wirken wie in Bewegung: Ihre Sitzflächen enden nicht, sondern laufen im Boden aus. Es ist erholsam, an einem heißen Tag den Schienen zu folgen. Der Wind weht vom Fluss herauf und dort, wo die High Line durch die alten Fleischereigebäude verläuft, ist es kühl wie in einem Burgverlies. Selbst die Installation aus in den Farben des Hudson River getönten Glasfenstern des Künstlers Spencer Finch scheint den Tag ein paar Grad frischer zu machen. Auf dem „Sonnendeck“ genannten Abschnitt stehen Sonnenliegen aus den alten Bohlen der Bahnlinie auf den Schienen – dank ihrer Räder lassen sie sich hin- und herschieben. Der Blick über den Hudson lässt einen fast vergessen, dass man mitten in der Stadt ist. Nur der Lärm ist noch da.</p>
<p>Insgesamt ist das Projekt High Line gelungen, auf seine Art ist es sehr besonders. Jedoch dabei so artifiziell wie vieles in New York – bis ins Detail durchdacht und deshalb mehr begehbares Kunstwerk als lebendiges Grün. Aus dem einstigen ungezähmten Dschungel mitten in der Großstadt ist ein passiver Ort geworden. Man kann hier spazieren gehen und sitzen. Was man alles nicht mehr darf, ist auf der Website des Parks aufgelistet: Auf den Schienen gehen zum Beispiel. Lärm machen, unerlaubt musizieren. Auf dem Geländer sitzen. Auch Ball spielen geht nicht – wegen der Strasse darunter. „Ich kann es nicht abwarten, meine Kinder hierher zu bringen“, hatte Ethan Hawke bei seiner letzten Begehung der Bahntrasse anlässlich des Umbaus gesagt. Den Ball wird er dann wohl zuhause lassen müssen. Aber vielleicht kann er ihnen ein Märchen erzählen. Von einem wilden Wald über den Strassen der Stadt.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-907" title="Highline5" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/highline5.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Highline5" width="300" height="225" /></p>
<p>Infos:</p>
<p>Hinkommen: Zum Beispiel mit Air Berlin. Preise im Sommer ab 450 Euro (hin und zurück, inkl. Steuern + Gebühren), unter <a href="http://www.airberlin.com">www.airberlin.com</a></p>
<p>Rumkommen: Der Aufgang zum High Line Park ist in der Gansevoort Street im Meatpacking District. Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. <a href="http://www.thehighline.org">www.thehighline.org</a></p>
<p>Übernachten: Das Gansevoort Hotel wird wegen Poolterrasse und Lage im In-Viertel gern von Prominenten frequentiert. Zwischen dem 15. Juni und 30. November bietet es das „Hit the High Line“-Package an: Eine Übernachtung für zwei inklusive Picknick im Park, Thermosflasche und Buch über den Park kostet ab 425 Dollar. 18 Ninth Avenue, New York, NY 10014. Tel.: + 1 (0) 212 206 6700,  <a href="http://www.hotelgansevoort.com">www.hotelgansevoort.com</a></p>
<p>Die alte Bahnlinie führt direkt unter dem edlen Hotel The Standard hindurch. Cool, clean und sehr chic präsentieren sich die Zimmer mit freiem Blick auf den Hudson. Zimmer ab 195 Dollar. 848 Washington Street, New York, NY 10014. Tel.: + 1 (0) 212 645 4646, <a href="http://www.standardhotels.com">www.standardhotels.com</a></p>
<p>Wer lieber zentraler wohnen möchte, ist im Le Parker Meridien am Central Park gut und komfortabel aufgehoben. Zum Luxushotel gehört nicht nur das angesagteste Frühstücksrestaurant der Stadt (Norma’s) und der beste Burgergrill – es ist auch eines der wenigen Hotels, das nahezu jedes Haustier aufnimmt. DZ ab 259 Dollar. 119 West 56th Street, New York, NY 10019-3318. Tel.: + 1 (0) 212 245 5000, <a href="http://www.parkermeridien.com">www.parkermeridien.com</a></p>
<p>Bei allen Frage hilft die offizielle Tourismus-Website der Stadt New York weiter: <a href="http://www.nycgo.com">www.nycgo.com</a> oder auf deutsch www.nycgo.com/german</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-908" title="DSC_0025" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0025.jpg?w=300&#038;h=200" alt="DSC_0025" width="300" height="200" /></p>
<p>Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/2-high-line-park-in-new-york-manhattans-sonnenbank-auf-stelzen-704110.html">stern.de</a> am 29. Juni 2009</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/893/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/893/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/893/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/893/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/893/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/893/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/893/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/893/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/893/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/893/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=893&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Achtung, Löwe! &#8211; Ranger-Training in Südafrika, Teil 5</title>
		<link>http://jessicabraun.wordpress.com/2009/03/23/achtung-lowe-ranger-training-in-sudafrika-teil-5/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 10:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[Phinda Game Reserve]]></category>
		<category><![CDATA[Ranger]]></category>
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		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Fünfter Tagesbericht aus Südafrika: Schleichen, Schießen, Spurenlesen. In den letzten Tagen haben wir einiges gelernt. Aber unsere neu erworbenen Fähigkeiten haben uns trotzdem nicht auf das vorbereitet, was heute folgt &#8211; eine Nacht unter freiem Himmel in der Wildnis.

&#8222;Ich steige sicher in kein Kanu!&#8220; Betwell schüttelt den Kopf. Derselbe Mann, der mehrere Jahre unter Lebensgefahr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=818&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Fünfter Tagesbericht aus Südafrika: Schleichen, Schießen, Spurenlesen. In den letzten Tagen haben wir einiges gelernt. Aber unsere neu erworbenen Fähigkeiten haben uns trotzdem nicht auf das vorbereitet, was heute folgt &#8211; eine Nacht unter freiem Himmel in der Wildnis.<span id="more-818"></span></strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-822" title="Begegnung am Weg" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0269.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Begegnung am Weg" width="300" height="200" /></p>
<p>&#8222;Ich steige sicher in kein Kanu!&#8220; Betwell schüttelt den Kopf. Derselbe Mann, der mehrere Jahre unter Lebensgefahr in den Minen von Johannesburg gearbeitet hat und der vermutlich einen Löwen knock-out schlagen könnte, hat Angst vor einer Bootstour. Ohne sich auf eine weitere Diskussion einzulassen, hilft er uns, die zwei Kanus ins Wasser zu lassen. Dann geht unser Tracker zurück zum Jeep. &#8222;Betwell stammt aus einem Dorf, das am Wasser liegt&#8220;, erklärt uns Seth. &#8222;Er hat mehrmals gesehen, wie Menschen von einem Nilpferd getötet wurden. Deswegen hat er Angst.&#8220;</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-824" title="Kanutour" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0122.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Kanutour" width="300" height="200" /></p>
<p>Die Nachmittagssonne malt goldene Flecken auf das grüne Band des Flusses. Ein Vogel stürzt sich von einem Ast ins Wasser. Die Szenerie wirkt so friedlich, dass Betwells Sorge unangebracht scheint. Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl, als wir in die wackelnden Kanus klettern und lospaddeln. &#8222;Da, Nilpferdspuren.&#8220; Seth deutet in Richtung Böschung. Am Ufer, unter den hellgrünen Stämmen der &#8222;Fever-Trees&#8220;, zieht sich ein schlammiger Trampelpfad entlang. Die Fieber-Bäume, eine Mimosenart, tragen ihren Namen aus Zeiten, als Wäsche noch im Fluss gewaschen wurde. Immer wieder erkrankten Menschen, die sich am Fluss aufgehalten hatten, an Fieber &#8211; Malaria, die allerdings nicht wie vermutet von den Bäumen, sondern von den Mücken übertragen wurde. Plötzlich schnellt etwas neben unserem Boot aus dem Wasser. Seth, der ein paar Meter neben uns paddelt, lacht über unsere erschrockenen Gesichter: &#8222;Ihr hättet den Fisch fangen sollen. Jetzt gibt es nichts zum Abendessen.&#8220;</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-823" title="Seth am Fluss" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0114.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Seth am Fluss" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Erreichen wir das Camp vor Einbruch der Dunkelheit? </strong></p>
<p>Wir ziehen die Kanus an Land und machen uns mit nassen Hosenböden auf den Weg. Seth streckt den Arm aus und hält eine Faust zwischen Horizont und Sonne. &#8222;Uns bleibt etwa eine Stunde. Besser, wir gehen querfeldein.&#8220; Er stapft voran, die Abenteuerlust steht ihm ins Gesicht geschrieben. Auch als Ranger ist man nicht jeden Tag zu Fuß im Reservat unterwegs, und die wenigsten Gäste haben Spaß daran, sich unter Dornenbüschen durchzuducken oder pfannengroßen Spinnennetzen auszuweichen. Seth genießt den Ausflug sichtlich. Obwohl er sein Gewehr tragen muss, ist es schwer, mit ihm Schritt zu halten. Äste kratzen Arme und Beine auf, manchmal müssen wir stehenbleiben, um uns aus dem böswilligen Griff eines dornigen Zweigs zu befreien &#8211; die Nadeln haben Widerhaken, die unter der Haut stecken bleiben.  Derart mit der Flora beschäftigt, bleibt uns keine Zeit mehr, um uns wegen Löwen oder Leoparden Gedanken zu machen.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-825" title="Jemand zuhause?" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0132.jpg?w=200&#038;h=300" alt="Jemand zuhause?" width="200" height="300" /></p>
<p>Nur wenn Seth warnend die Hand hebt, halten wir inne, damit er Höhlen oder Kuhlen auf mögliche Bewohner überprüfen kann, bevor wir darüber steigen. Immer wieder finden wir kegelförmige Muschelschalen, groß wie eine Männerfaust. &#8222;Das sind keine Muscheln. Das sind Schneckenhäuser&#8220;, erklärt Seth. Schnecken sind keine zu sehen, aber vermutlich sind sie groß genug um einen Salatkopf mit zwei Bissen zu schlucken. &#8222;Könnt ihr noch?&#8220;, wir nicken nur. Zum Reden fehlt der Atem.  Doch obwohl anstrengend, ist die Wanderung wunderschön. Wir klettern durch ausgetrocknete Flussbetten, suchen uns einen Weg durch dichtes Gebüsch und hohes Gras, während die Sonne versinkt wie eine Aprikose in Milch. Seth dreht sich um. &#8222;Gleich sind wir da.&#8220; Drei Schritte noch und wir stehen auf einem Hügel. Unter uns liegt das Camp. Betwell winkt fröhlich, während er Holzscheite für das Lagerfeuer aufschichtet. Unser Nachtlager ist wider Erwarten luxuriös. Auf einem Tisch steht eine Blechschüssel mit Wasser, daneben liegen Handtücher. Das Bad. Ein paar Meter daneben stehen vier Feldbetten mit Daunenschlafsäcken und Wolldecken. Vier Campingstühle sind am Feuer aufgereiht, dahinter wartet ein gedeckter Tisch.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-826" title="Das Bad" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0135.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Das Bad" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Eine Ginsterkatze leistet Gesellschaft</strong></p>
<p>Als das Abendessen fertig ist, setzen wir uns zu viert an den Tisch. Betwell erzählt von seiner Zeit in den Minen: &#8222;Dass ich jetzt hier als Tracker arbeiten darf, ist wie ein Wunder.&#8220; Er strahlt. Das Essen &#8211; Rindercurry, Hühnergeschnetzeltes, Röstkartoffeln und Salat &#8211; ist köstlich. Mittlerweile haben abendliche Schatten das Tal gefüllt. Etwas raschelt hinter uns. Es ist eine Ginsterkatze, eine fuchsgroße Raubkatze, die aus einer Astgabel auf unsere Teller späht. Das Tier hat Tupfen um den Bauch wie ein Leopard. Der Schwanz dagegen ist geringelt. Wir räumen den Tisch ab, während die Katze uns beobachtet. &#8222;Und wer will die erste Wache übernehmen?&#8220; Seth schaut in die Runde. Wir sind beide verblüfft, versuchen aber, uns nichts anmerken zu lassen. Erschöpft von der Wanderung und müde von Wein und Essen, ist das Wachbleiben eine Herausforderung. Trotz der ungewohnten Umgebung. Ich entschließe mich zur zweiten Schicht und ärgere mich insgeheim, dass ich kein Buch dabei habe.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-827" title="Nachtlager" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0146.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Nachtlager" width="300" height="200" /></p>
<p>Zwei Stunden allein in der Dunkelheit am Feuer zu sitzen scheint mir ziemlich langweilig.  Als ich mir den Schlafsack über den Kopf ziehe &#8211; man weiß ja nie, was über einem im Baum krabbelt &#8211; wird mir bewusst, wie laut es um unser Camp herum ist. Äste knacken, Blätter rascheln. Affenschreie dringen durch die Nacht. Vielleicht sind es auch Vogelrufe. Von weitem hört man ein Grollen, ein Geräusch wie Donner. Oder doch mehr wie ein Eisenbahnwaggon, den jemand anschiebt. &#8222;Das sind Löwen. Etwa einen Kilometer von hier&#8220;, murmelt Seth. Dann beginnt er zu schnarchen. Ich will mich lieber nicht herumwälzen, liege still an der Schwelle zum Schlaf, aber kann den Wind spüren, die Nacht hören.</p>
<p>&#8222;Wach auf.&#8220; Es dauert einen Moment, bis ich mich erinnere, wo ich bin. Und als mir meine Umgebung bewusst wird, bin ich froh, dass ich nicht hochgeschreckt bin &#8211; Seth und Betwell schlafen noch immer friedlich. Durch die Äste scheint der Vollmond. Ich nehme mir einen Becher Kaffee und trete meine Schicht an. Sitze am Feuer und lausche. Versuche Geräusche einzuordnen. Stehe auf, gehe ein paar Schritte. Nah am Feuer ist die Nacht fast undurchdringlich, aber mit etwas Abstand kann ich recht gut sehen. Etwas bewegt sich. Ich halte still, versuche das Tier auszumachen. Wie groß ist es? Was ist es? Dann kommt es aus den Büschen. Es ist die Ginsterkatze. Sie setzt sich ans Feuer, nur eine Armlänge von meinem Stuhl entfernt. Vorsichtig, um sie nicht zu erschrecken, nehme ich wieder Platz &#8211; froh über meine Gesellschaft.  Sollte sich wirklich ein Löwe nähern, wäre die Katze sicher sofort verschwunden. Sie hat nicht nur die besseren Augen, sondern auch die größeren Ohren. So sitzen wir, und ich betrachte das Tier, bis meine Schicht vorbei ist. Nachdem ich Seth vorsichtig geweckt habe &#8211; immerhin schläft er neben seinem Gewehr &#8211; krieche ich wieder in meinen Schlafsack. Und wache erst wieder auf, als mir etwas ins Gesicht tropft. &#8222;Speikobra!&#8220; schießt es mir durch den Kopf. Ich sitze aufrecht in meinem Feldbett, versuche den Kopf klarzukriegen. Doch nur ein paar Meter von mir entfernt packen Seth und Betwell im Zwielicht die Ausrüstung ein. Keine Kobra. Nur Regen. Wir räumen zusammen, springen in den Jeep. Die Ginsterkatze ist weg. Als wir davonfahren, bin ich ein wenig enttäuscht &#8211; ich hätte sie zu gern mitgenommen. Sie wäre das perfekte Souvenir gewesen. Eine lebendige Erinnerung an Südafrika. Und unser Abenteuer. Ein Ranger wird aus mir wohl nicht mehr. Aber davon träumen werde ich mein Leben lang.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-828" title="Löwin am Teich" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0230.jpg?w=300&#038;h=221" alt="Löwin am Teich" width="300" height="221" /></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/">Christoph Koch</a> und Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/:Ranger-Training-S%FCdafrika%2C-Folge-5-Auf-Nachtwache-Busch/657158.html">stern.de</a> am 20.März 2009</p>
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			<media:title type="html">Begegnung am Weg</media:title>
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			<media:title type="html">Kanutour</media:title>
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			<media:title type="html">Seth am Fluss</media:title>
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			<media:title type="html">Das Bad</media:title>
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			<media:title type="html">Nachtlager</media:title>
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			<media:title type="html">Löwin am Teich</media:title>
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		<title>Achtung, Löwe! &#8211; Ranger-Training in Südafrika, Teil 4</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 13:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
		<category><![CDATA[Phinda Game Reserve]]></category>
		<category><![CDATA[Ranger]]></category>
		<category><![CDATA[Ranger-Training]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Vierter Tagesbericht aus Südafrika: Um als Ranger den Gästen die Tiere Afrikas zeigen zu können, muss man sie erst einmal finden. Heute lernen wir Fährten zu lesen und versuchen mit den Rhinozerossen Schritt zu halten.



Für unser Training im Fährtenlesen müssen wir noch früher aufstehen als alle anderen Gäste der Phinda Lodge. Deren Jeeps haben dann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=806&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="headline"><strong>Vierter Tagesbericht aus Südafrika: Um als Ranger den Gästen die Tiere Afrikas zeigen zu können, muss man sie erst einmal finden. Heute lernen wir Fährten zu lesen und versuchen mit den Rhinozerossen Schritt zu halten.</strong></p>
<p><span id="more-806"></span></p>
<div class="artikel">
<div class="bildcont"><img title="Spuren-Interpretation am Pistenrand" src="http://img2.stern.de/_content/65/71/657136/spuren1_250.jpg" alt="Ranger-Training in Südafrika, Folge 4: Dem Rhino auf der Spur" width="250" height="188" /></div>
<p>Für unser Training im Fährtenlesen müssen wir noch früher aufstehen als alle anderen Gäste der Phinda Lodge. Deren Jeeps haben dann noch nicht die Spuren der Nacht zerstört. Kurz vor vier Uhr treten wir im Morgengrauen vor unsere Tür &#8211; und beinahe auf ein riesiges Warzenschwein. Es hat sich an die Wand geschmiegt. Zwischen seinen großen Hauern entfährt ihm ein gegrunztes Schnarchen. Wir schleichen vorsichtig vorbei und besteigen mit Ranger Seth und Tracker Betwell den Jeep.</p></div>
<div class="artikel">
<p>&#8222;Beim Tracken ist es wichtig, nicht nur die Fußspuren zu lesen, sondern die gesamte Umgebung&#8220;, erklärt Seth. &#8222;Bissspuren an Bäumen, abgerissene Zweige, Duftmarken, Dung &#8211; es gibt viele Dinge, die einem verraten, welche Tiere wann hier waren&#8220;. In der &#8222;echten&#8220; Rangerausbildung müssen die Kandidaten beim Abschlusstest verschiedene Spuren lesen und 40 Fragen unterschiedlicher Schwierigkeit dazu beantworten. So gilt es nicht nur zu erkennen, welches Tier eine Spur hinterlassen hat, sondern auch wie schnell es unterwegs war, wie alt die Fährte ist und von welcher Tatze ein einzelner Abdruck stammt. Für uns Anfänger wird es ein wenig einfacher gemacht. Seth und Betwell hüpfen aus dem Jeep und gehen den Weg entlang. Wir sehen, wie sie verschiedene Stellen im Sand mit der Machete einkreisen und manche Spuren verwischen, um nur einzelne Abdrücke übrig zu lassen.</p></div>
<div class="artikel"><span class="strong"><strong>Ohne Bestimmungsbuch in der Natur</strong><br />
</span>Dann sind wir dran. Wir haben zwar ein Bestimmungsbuch, in dem die Spuren der Tiere abgebildet sind. Aber leider sind sie in der trockenen Erde nie so fein säuberlich zu erkennen wie in dem schlauen Buch. Mit Kombinationsgabe und ein wenig Hilfe der Profis können wir trotzdem einkreisen, welches Tier hier war. Welche Form hat die Pfote? Hat sie Klauen? Wie sieht der Ballen aus? &#8222;Eine kleine Pfote, etwa drei Zentimeter, keine Krallen, eine Ginsterkatze?&#8220; Wir sehen Seth fragend an. &#8222;Richtig&#8220;, lacht der. &#8222;Und was ist das hier?&#8220; Wir sehen etwas, das nicht aussieht wie eine Spur, sondern wie die Abdrücke ganz vieler verschiedener Tiere. &#8222;Hier war ein Frosch&#8220;, klärt uns Betwell nach langem Grübeln auf. &#8222;Hier ist er beim Absprung abgerutscht, hier ist er ganz normal gelandet. Hier aber ist er ein wenig gegangen. Deshalb sieht jeder Abdruck anders aus.&#8220;</p>
<p>Richtig beeindruckt sind wir aber, als wir lernen, wie man das Alter einer Spur bestimmt. &#8222;Es gibt verschiedene Tricks. Dieser Trichter ist einer davon&#8220;, sagt Seth und zeigt auf einen kleinen Kreis, der sich innerhalb eines großen Rhinozeros-Abdrucks befindet. &#8222;Die werden von einer Insektenart gebaut, um darin Ameisen zu fangen. Sie brauchen dafür etwa eine halbe Stunde. Wenn der Trichter fertig ist, ist es also mindestens eine halbe Stunde her, dass das Rhino hier draufgestampft ist.&#8220; Seth sieht den etwa ein Zentimeter großen Trichter genau an. &#8222;Der hier ist noch nicht fertig. Dem Baufortschritt nach zu urteilen, würde ich sagen: Die Spur ist erst etwa 15 Minuten alt.&#8220;</p></div>
<div class="artikel">
<p>Jetzt beginnt das richtige Tracken: Nicht nur die Spuren lesen, sondern auch dem Tier folgen. Dabei kommt es auf Geschwindigkeit an, aber auch auf Vorsicht. Wir wollen das Rhinozeros zwar einholen, ihm aber auch nicht plötzlich auf den Schwanz treten. &#8222;Schau beim Tracken nicht nur auf den Boden, sondern auch weiter nach vorne&#8220;, empfiehlt Betwell und zeigt mit seiner Machete zum nächsten Gebüsch. Seth holt in der Zwischenzeit eine Dose Babypuder aus seiner Weste. &#8222;Schaut mich nicht so an&#8220;, verteidigt er sich grinsend und stäubt ein wenig davon vor sich in die Luft. &#8222;Der Wind kommt uns entgegen. Das ist günstig, so können uns die Tiere nicht wittern und verschwinden. Los geht&#8217;s!&#8220;</p>
<p>Wir versuchen, den Rhinospuren so gut es geht zu folgen, aber es erweist sich alles andere als einfach. Statt einer deutlich sichtbaren Kette von Abdrücken ist die Spur immer wieder unterbrochen, wenn der Boden zu hart ist. Manchmal, wenn die Tiere über Gras gelaufen sind, das kürzlich erst abgebrannt ist, sieht man die Spuren sehr gut in der schwarzen Asche. Dann aber tappen wir wieder mehrere Meter ohne Hinweise herum.</p>
<div class="absatz"><img class="alignnone size-medium wp-image-807" title="Nashornspur" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/nashornspur.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Nashornspur" width="300" height="200" /></div>
</div>
<p><span class="strong"><strong>Wenn Stadtmenschen Fährten suchen</strong><br />
</span></p>
<p>&#8222;Sich schnell und trotzdem leise bewegen zu können, ist beim Tracken wichtig&#8220;, erklärt uns Seth. Er behält normalerweise die Umgebung im Auge und ist für die Sicherheit zuständig, damit sich der Tracker ganz auf die Fährtensuche konzentrieren kann. Aber heute sind die beiden mit uns Anfängern unterwegs, die auf jeden krachenden Ast treten, den sie erwischen können. &#8222;Außerdem ist es wichtig, die Vögel und Insekten zu kennen, die zusammen mit bestimmten Raubtieren auftreten.&#8220;</p>
<p>Langsam wird uns klar: Wir sind Stadtmenschen und können zwar gleichzeitig SMS tippen, einen U-Bahnfahrschein entwerten, ein Lied in unserem iPod auswählen und dabei einen Kaffeebecher balancieren. Aber die &#8222;Buschzeitung&#8220; zu lesen, also die Spuren der Tiere zu entschlüsseln, ist für uns schwierig bis unmöglich. Das merken wir immer deutlicher. Wir sind zu langsam und brauchen zu lange, um uns nach jedem Hinweis neu zu orientieren. So holen wir nie im Leben ein Rhinozeros ein, allerhöchstens eine Schnecke. Und die wären hier in der Hitze der Buschlandschaft schon längst ausgetrocknet. Als wir schließlich an eine Stelle kommen, an der der Wind schon Laub über unsere Spuren geweht hat, merken auch wir: Wir sind zu spät dran. Die Fährte ist zu alt. &#8222;Ihr habt Euch trotzdem wacker geschlagen&#8220;, tröstet und Seth, als wir uns auf den Rückweg zu Jeep machen. &#8222;Und morgen zeige ich Euch dafür, wie man Leoparden mit einem Peilsender ortet.&#8220;</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-808" title="Giraffe" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/giraffe.jpg?w=200&#038;h=300" alt="Giraffe" width="200" height="300" /></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/">Christoph Koch</a> und Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/:Ranger-Training-S%FCdafrika%2C-Folge-4-Dem-Rhino-Spur/657136.html">stern.de</a> am 19.März 2009</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jessicabraun.wordpress.com/806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jessicabraun.wordpress.com/806/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jessicabraun.wordpress.com/806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jessicabraun.wordpress.com/806/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jessicabraun.wordpress.com/806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jessicabraun.wordpress.com/806/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jessicabraun.wordpress.com/806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jessicabraun.wordpress.com/806/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jessicabraun.wordpress.com/806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jessicabraun.wordpress.com/806/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=806&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Achtung, Löwe! &#8211; Ranger-Training in Südafrika, Teil 3</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 13:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jessicabraun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisereportage]]></category>
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		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Dritter Tagesbericht aus Südafrika: Bevor ein Ranger Gäste zu Fuß in die Wildnis führen darf, muss er lernen, wie man schießt. Für uns heißt es heute: Zu den Waffen! Doch selbst, wer schon mal ein Gewehr in der Hand hatte, merkt hier schnell: Plüschtiere auf dem Jahrmarkt zu schießen ist etwas ganz anderes, als im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jessicabraun.wordpress.com&blog=4051137&post=795&subd=jessicabraun&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Dritter Tagesbericht aus Südafrika: Bevor ein Ranger Gäste zu Fuß in die Wildnis führen darf, muss er lernen, wie man schießt. Für uns heißt es heute: Zu den Waffen! Doch selbst, wer schon mal ein Gewehr in der Hand hatte, merkt hier schnell: Plüschtiere auf dem Jahrmarkt zu schießen ist etwas ganz anderes, als im Busch auf einen Elefanten zu feuern.<span id="more-795"></span></strong></p>
<p><strong></strong><img class="alignnone size-medium wp-image-796" title="Am Abzug" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/am-abzug.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Am Abzug" width="300" height="200" /></p>
<p>Es ist ein Satz, den ich niemals im Leben hören wollte. Schon gar nicht gebrüllt, in einem zugewachsenen Flussbett im südafrikanischen Busch: &#8222;Achtung, Löwe!&#8220; Ich trage ein Gewehr, das so lang ist, dass der Lauf fast auf dem Boden schleift, während ich gehe. Und jetzt muss ich mich blitzschnell umdrehen &#8211; dorthin, wo der Löwe ist. Es geht nicht so fix, wie ich es mir gewünscht hätte: das Durchladen, Zielen und Abdrücken.</p>
<p>Der Schuss hallt durch das Unterholz, aber davon bekomme ich schon nichts mehr mit. Die Wucht des Rückschlags lässt mich fast in die Knie gehen. Es fühlt sich an wie ein heftiger Stromschlag &#8211; ein Zittern in allen Gliedern, ein dumpfer Schmerz am Schlüsselbein. Dort, wo der Gewehrkolben anliegt. Und ich bin taub. Höre nichts von dem, was Seth sagt, nicht die Vögel, nicht das Rascheln der Blätter unter meinen Füßen. Nur ein Klirren. So, als stünde ich in einer Schüttelkugel, in die jemand statt Kunstschnee Glassplitter gefüllt hat.</p>
<p>Seth hält beide Hände ausgestreckt, um mir das Gewehr abzunehmen. Er sieht ein wenig besorgt aus. Ich gebe ihm die Waffe. &#8222;Ist alles okay?&#8220; Ich nicke. Er schmunzelt. Langsam kommt auch mein Gehörsinn zurück. &#8222;Gib mir deine Hand.&#8220; Ich strecke sie ihm ihn. Er hält sie kurz, nickt anerkennend: &#8222;Zittert kaum.&#8220; Das macht mich ein bisschen stolz, aber zufrieden bin ich nicht. Der Löwe hätte mich sicher erwischt, wäre er nicht nur ein auf Karton gedrucktes Gesicht gewesen. Eine Übungsschablone, wie sie die Ranger für ihr wöchentliches Waffentraining benutzen.</p>
<p><strong>Höchste Vorsicht vor Flusspferden</strong></p>
<p>Wer mit einer Gruppe Touristen im Schlepp durch ein Reservat wandert, trägt eine große Verantwortung. Nicht nur für die Gäste und sich selbst, sondern auch für die Tiere. Selbst bei bester Vorbereitung und minutiöser Planung kann es passieren, dass ein schlecht gelaunter Elefantenbulle den Weg kreuzt oder man einen Leoparden aufschreckt, der im Gebüsch seinen Mittagsschlaf hält. &#8222;In 16 Jahren gab es hier nur einen Vorfall&#8220;, hat uns Seth erklärt, als wir im Jeep zu dem Flussbett ruckelten, in dem wir unsere Lektion im Schießen erhalten sollten. &#8222;Bei seiner ersten Wanderung mit Gästen stand ein Ranger plötzlich einem wütenden Elefanten gegenüber. Er hat nur einen Schuss gebraucht, um das Tier zu töten.&#8220; Nichts, was ein Ranger gern tut.</p>
<p>Die Begeisterung für Tiere ist jedem der Angestellten des Phinda Reservats deutlich anzumerken. Nicht nur Seth freut sich wie ein Kind an Weihnachten, wenn er einen Geparden oder einen Löwen entdeckt. Doch so schön und anmutig die Tiere des Reservats sind, es bleiben Wildtiere. Und dem Ranger bleiben in einer Gefahrensituation nur Sekunden, um angemessen zu reagieren. Ein gereiztes Flusspferd kann trotz seiner bis zu 4500 Kilogramm Gewicht nicht nur fast 50 Stundenkilometer erreichen, sondern auch auf der Stelle wenden. Anders als ein angreifendes Nashorn, das erst einen Bogen laufen muss, um die Richtung zu ändern. Deswegen zählen nicht die Raubkatzen zu den gefährlichsten Tieren im Busch, sondern die viel friedlicher anmutenden Flusspferde. Oder die Elefantenbullen.</p>
<p><strong>So groß wie ein Apfel: das Gehirn eines Löwen</strong></p>
<p>Seth hat uns erst die Patronen erklärt, dann das Gewehr, ein Kaliber 375 &#8211; sein Gewehr. Sollte während unserer Übung etwas schief gehen, muss er dafür geradestehen. In der Rangerschule wird den Auszubildenden unerbittlich eingebläut, dass ihre Waffe stets in tadellosem Zustand sein muss. &#8222;Einen Schuss, der sich versehentlich löst, gibt es nicht&#8220;, so hat es uns Ausbilder Graham erklärt. Eine Waffenfehlfunktion fällt direkt auf den Waffenbesitzer zurück. Und normalerweise gibt ein Ranger sein Gewehr auch nicht aus der Hand. Es sei denn, seine Gäste absolvieren ein Ranger-Training. Da gehört das Schießen nun mal dazu. Allerdings ist es wesentlich schwieriger ein Jagdgewehr zu handhaben, als ich es mir vorgestellt hatte. Auf dem Jahrmarkt treffe ich im Schnitt 9 von 10 Plastikrosen. Ohne die Waffe aufzusetzen. Aber ein Schießbudengewehr ist auch nicht dazu gemacht, im Notfall einen Elefantenschädel zu zertrümmern.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-797" title="Löwenzielscheibe" src="http://jessicabraun.files.wordpress.com/2009/03/lowenzielscheibe.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Löwenzielscheibe" width="300" height="200" /><br />
Seth ist schon unterwegs zu den zwei Schablonen, die an Bäumen lehnen. Mit einem Stift markiert er meine beiden Einschusslöcher. Beide Löcher liegen knapp oberhalb des Kreises, den er zu Beginn mit Kuli auf die Löwenstirn gemalt hatte. Ein Löwenhirn ist nur so groß wie ein Apfel, und ich habe es definitiv verfehlt. &#8222;Die Ranger hier im Reservat müssen in zwölf Sekunden vier Treffer landen, um hier arbeiten zu dürfen.&#8220; Er klopft mir auf die Schulter. &#8222;Aber die Schüsse waren für das erste Mal sehr gut. Ein Treffer unter der Schädeldecke betäubt das Tier meist vollständig. Das gibt einem Zeit für den zweiten Schuss. Versuche es ruhig noch ein Mal.&#8220;</p>
<p>Noch mal Rückstoß und vorübergehende Taubheit? Mir reicht es eigentlich nach dem ersten Durchgang. Vermutlich ist das Schießen auch einer der Gründe, warum so wenige Frauen in diesem Job arbeiten. Um das Gewehr entspannt zu tragen, braucht es eine gewisse Körpergröße. Und um den Rückschlag gut abzufangen, ein entsprechendes Gewicht. Beim zweiten Mal geht es aber schon deutlich besser: Die Wucht der Waffe ist weniger überraschend, der Schreck geringer. Seth brüllt: &#8222;Löwe!&#8220; und plötzlich läuft alles per Autopilot: Durchladen, zielen, schießen, nachladen, neu anvisieren, schießen. Seth überprüft die Schablonen. &#8222;Das wären dann zwei tote Löwen&#8220;, lobt er. Zwei mehr, als wir in den nächsten Tagen sehen werden, hoffe ich. Aber die Safari zu Fuß und die Übernachtung im Busch stehen uns noch bevor.</p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/">Christoph Koch</a> und Jessica Braun für <a href="http://www.stern.de/reise/fernreisen/:Ranger-Training-S%FCdafrika%2C-Folge-3-Achtung%2C-L%F6we%21/657109.html">stern.de</a> am 18.März 2009</p>
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