Großer Apfel für kleines Geld – New York muss nicht teuer sein

In diesen Tagen begeht die Metropole New York ihren 400. Geburtstag. Feiern Sie mit. stern.de gibt Tipps für den günstigen Big-Apple-Trip. Von Jessica Braun

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Hotels

Auch wenn New York die Stadt ist, die niemals schläft – ein Zimmer braucht man doch. Aber die Übernachtungspreise in Manhattan belasten die Reisekasse oft mehr als der Flug. Kein Wunder, denn immerhin stehen hier einige der besten Hotels der Welt. Wer sein Geld lieber beim Feiern und Einkaufen ausgeben will, ist in folgenden Hotels gut untergebracht.

Broadway Hostel: Das kleine Haus in der Upper West Side ist ein klassisches Hostel mit Mehrbett-, aber auch Doppelzimmern – nur schicker. Vor allem junge Leute fühlen sich hier wohl. Wem die Größe des Zimmers nicht wichtig ist, der ist je nach Datum schon mit 19 Dollar pro Nacht dabei.
230 West 101 Street, NY 10025, Tel. +1 212-865-7710, www.broadwayhotelnyc.com

Broadway

Marrakech: Etwas teuerer, aber immer noch fair sind die Zimmerpreise im gegenüber gelegenen Hotel Marrakech. Das Zimmer gibt es hier ab 99 Dollar pro Nacht. 
2688 Broadway, NY 10025, Tel. +1 212-222-2954, www.marrakechhotelnyc.com

Wohnungsbörsen: Für Besucher, die länger als ein Wochenende bleiben, lohnt es sich nach freien Wohnungen in den entsprechenden Börsen umzusehen. Oft fährt man damit billiger als mit einem Hotelzimmer und hat es obendrein noch gemütlicher. Die minimale Aufenthaltsdauer beträgt meist fünf Nächte. 
www.habitat.com, www.citylightsbedandbreakfast.com, www.affordablenewyorkcity.com

Restaurants

Nicht nur in punkto Übernachten, sondern auch bei den Restaurants hat New York die Nase vorn. Hier gibt es einige der besten, vor allem aber extravagantesten Restaurants der Welt. Es soll sogar Hollywood-Stars geben, die nur wegen der einen oder anderen Neueröffnung an die Ostküste jetten. Sei es, weil der Küchenchef gerade aus Europa angekommen ist, die Bedienungen so gut aussehen, dass man keinen Bissen herunter bekommt oder das Essen schön machen soll. Wenn man günstig Urlaub machen will, muss man zwar auf solche Extras verzichten, aber nicht auf leckere Gerichte. Abgesehen von den sogenannten Restaurant Wochen, die im Januar und Juni/Juli stattfinden (www.http://nycgo.com/restaurantweek), gibt es überall in der Stadt genug gute Läden, die bezahlbare Gerichte anbieten.

Artichoke: Die Pizzeria im East Village ist auf dem besten Weg, dem berühmten Di Fara in Brooklyn den Rang abzulaufen. Dort gibt es für drei Dollar riesige Stücke aus wagenradgroßen Pizzen. 
328 East 14th Street, NY 10003, Tel. +1 212-228-2004, www.artichokepizza.com

Char No. 4: Diese Bar in Brooklyn mit angeschlossenem Restaurant hat nicht nur eine überragende Whiskey-Auswahl, sondern vor allem auch das beste Pastrami der Stadt (12 Dollar). Ebenso zu empfehlen: das selbstgeräucherte BLT-Sandwich für 9 Dollar.
196 Smith Street, NY 11201, Tel. +1 718-643-2106, www.charno4.com

Vanessa’s Dumplings: Die Atmosphäre in diesem kleinen chinesischen Restaurant hat zwar den Charme einer Fast-Food-Kette, dafür sind die gefüllten Teigtaschen extrem lecker und die Fischgerichte frisch und leicht. 220 East 14th St, NY 10003, Tel. +1 212-529-1329

Shopsin’s: Kenny Shopsin, ewig grummelnde Koch des gleichnamigen Schnellrestaurants, ist so bekannt, dass über ihn bereits eine Dokumentation gedreht wurde. Ähnlich populär ist das Kochbuch „Eat me“, in dem Shopsin seine Geheimnisse für glücklich machendes Essen verrät. Wirklich gut ist aber nur das Original: live, laut und vor allem schmackhaft. 120 Essex Street, NY 10002, www.shopsins.com

Geschäfte

Wer denkt, die New Yorker sind besser angezogen als der Rest der Welt, weil sie mehr Geld für Kleidung ausgeben, der irrt. Die zahlreichen Designer-Outlets in Manhattan haben sicherlich auch einen großen Anteil daran.

Gabay’s: Hier kann man Stücke von Marc Jacobs und Manolo Blahnik über Chanel und Yves Saint Laurent bis hin zu Chloé und Burberry stark reduziert kaufen. Meistens sind es Restposten aus den Luxus-Kaufhäusern Henri Bendel und Bergdorf Goodman, die um bis zu 80 Prozent reduziert sind.
225 First Avenue, NY 10003, Tel. +1 212-254-3180, www.gabaysoutlet.com

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Century 21: Man könnte dieses Kaufhaus auch Kreischhaus nennen – es gibt wenige Frauen, die einen Rundgang auf den fünf Verkaufsebenen ohne Gefühlsausbruch überstehen. Denn hier sind wirklich alle Designer vertreten. Allerdings hat die Sache einen Haken: Einige von den Kleidungsstücken sind verschmutzt oder kaputt. Wer aber genug Zeit mitbringt, kann extreme Schnäppchen machen: Eine Seven-for-all-Mankind-Jeans ab 29,95 Dollar und der Kaschmirpullover von Allude, der ursprünglich 680 Dollar kostete, geht für 80 Dollar weg. 22 Cortlandt Street, NY 10007, Tel. +1 212-227-9092, www.c21stores.com

John Barrett: Der Friseur der New Yorker Upperclass hat seinen Salon im ehemaligen Goodman Penthouse im Kaufhaus Bergdorf Goodman. Doch wie in jedem Salon werden auch hier regelmäßig Modelle gesucht. Nach Absprache sind Haarschnitte zu einem Zehntel des normalen Preises möglich. Doch der Schnitt stimmt trotzdem, denn Stylisten, die bei Barrett anfangen, sind meist schon besser als viele fertig ausgebildete Friseure.
754 Fifth Avenue, 9th Floor, NY 10019, Tel. +1 212-872-2700, www.johnbarrett.com

Broadway

Noch immer gilt der Broadway, beziehungsweise die 39 Theater, die mit dieser Bezeichnung gemeint sind, als eine Art Garantie für gute Stücke – sei es nun Musical, Theater oder Comedy. An Tickets ist es allerdings schwer ranzukommen – selbst bei den guten Off-Broadway-Produktionen. Und günstig sind die Sitzplätze auch eher selten. Doch wer spontan und flexibel genug ist, kann an den TKTS zu reduzierten Preisen am gleichen oder nächsten Abend einen Platz in einer Vorstellung ergattern. Aber Achtung – die Schlangen können lange sein.

TKTS: Es gibt drei Verkaufsstellen, die unterschiedliche Karten im Angebot haben. Am Times Square gibt es nur Karten für den gleichen Tag, am South Street Seaport Kiosk Tickets für den gleichen Abend oder Matineen am nächsten Tag. Und in Brooklyn werden zusätzlich Tickets für Events in der Nähe verkauft. Mit den Ticketeinnahmen werden Theaterproduktionen unterstützt. www.tdf.org

Museen

Günstiger Eintritt in große Museen – diese Form des Kulturgenusses ist in New York sehr gut möglich. Man muss nur wissen, wann und wo. Darüber informiert die offizielle Tourismus-Website der Stadt. In manchen Häusern kann der Besucher das zahlen, was er will. In anderen ist der Eintritt an manchen Tagen frei, in einigen sogar immer. www.iloveny.com

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Bootsfahrten

Für einen Blick auf die Freiheitsstatue kann man natürlich Geld zahlen. Braucht man aber nicht. Denn die Fähre nach Staten Island ist kostenlos. Sie verbindet Manhattan mit dem Stadtteil New Yorks, der nahezu rundum mit Stränden aufwarten kann. Auf einer Fahrt, die knapp eine halbe Stunde dauert, hat man genug Zeit, um an Deck zu gehen und ein paar Fotos von der Freiheitsstatue zu schießen. 
www.isiferry.com

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Yoga

In der angesagtesten Stadt der Welt ist Yoga ein Muss. Viele Besucher breiten in New York ihre Yogamatten aus, um zu sehen, ob es irgendwelche neuen Trends bei der Entspannungstechnik gibt. Selbst dabei kann man sparen.

Lululemon Athletica: Eigentlich ein Label für Yoga-Sportbekleidung. Doch die Firma bietet auch kostenlosen Yoga-Unterricht für Einsteiger an – im Sommer sogar im Park (www.bryantpark.org ). Die Kurse werden auf der Website im Event-Kalender angezeigt. 
15 Union Square West, NY 10003, Tel. +1 212-675-5286, www.lululemon.com

Pure Yoga: Mit über 100 Kursen pro Woche und 20 verschiedenen Yoga-Arten findet hier fast jeder etwas. Die Teilnahme an einer Unterrichtseinheit kostet faire 25 Dollar. 
203 East 86th Street, NY 10028, Tel. +1 212-360-1888, www.pureyoga.com

Jessica Braun für stern.de am 11. September 2009

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