Fotograf Toni Anzenberger: „Tierliebe hat ein Nord-Süd-Gefälle“

Seit elf Jahren porträtiert der österreichische Fotograf Toni Anzenberger seinen Hund in fremden Ländern. Urlaub ist das nicht, sagt er und erklärt, was Hunde-Reisende wissen sollten.

© Christina Anzenberger-Fink
Der Fotograf Anton Anzenberger und sein Hund beim Shooting in Griechenland

ZEIT ONLINE: Herr Anzenberger, Sie sind Fotograf und reisen seit elf Jahren mit Ihrem Hund, um ihn an verschiedenen Orten zu porträtieren. Was ist schwieriger, durch den Zoll zu bringen – ein Hund oder eine Kameraausrüstung?

Toni Anzenberger: Ein Hund. Das gilt nicht nur für die Einreise in ein fremdes Land. Auf einen Hund muss man ständig aufpassen. Zu Hause kennt man die Wege, man weiß, was einen erwartet. Auf Reisen sind die Straßen andere, die Menschen, die Situationen. Das kann ganz schön anstrengend werden.

ZEIT ONLINE: Wo waren Sie schon mit Pecorino?

Anzenberger: Pecorino ist in Italien geboren, dorthin reisen wir besonders gern. Da wir Flugangst haben, waren wir bisher immer nur mit dem Auto, dem Zug oder dem Schiff unterwegs. Wir waren fast überall im europäischen Ausland, in Deutschland, der Schweiz, in Griechenland, Slowenien oder Ungarn. Unsere weiteste Reise ging nach Marokko.

ZEIT ONLINE: Welche Nation ist die hundefreundlichste?

Anzenberger: Frankreich, England, Deutschland und Österreich sind sicherlich die hundefreundlichsten Nationen, wenn es um die Hund-Mensch Beziehung geht und vor allem um die Vermenschlichung der Tiere – was für die Hunde vielleicht gar nicht schön ist, denn wer weiß, ob ein streunender Hund nicht glücklicher ist, als einer, der den ganzen Tag auf dem Sofa sitzt? Es gibt in Sachen Tierliebe ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Gerade diese Tierliebe macht es aber auch schwieriger, in ein Land einzureisen. Mit wachsender Zuneigung gibt es auch mehr Regeln.

Vom 25.03.2010. Das vollständige Interview finden Sie auf ZEIT ONLINE

Advertisements