Geschäftsmodelle der Zukunft: Die Schönheit der Chance

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Die Digitalisierung verändert vertraute Wirtschaftsstrukturen. unsplash.com/@stevenwei

Nichts ist sicher, schon gar nicht das eigene Geschäftsmodell. Aber welche sind gefragt – und wie finde ich sie?

Das nächste große Ding? Hat sich in diesem Moment schon überholt. Etwa alle 18 Monate verdoppeln sich die im Internet verfügbaren Daten, alle zwei Jahre verdoppelt sich die verfügbare Rechnerleistung. „Um über Nacht erfolgreich zu sein, braucht es ungefähr sechs Jahre harter Arbeit“, meint der bekannte US-Managementvordenker Seth Godin. Unternehmen müssen sich an ein hohes Tempo und permanente Veränderung anpassen, um nicht abgehängt zu werden. Denn in einem Markt, in dem der Sieger alles bekommt, ist selbst Konkurrenz ein gestriges Konzept.

Zahlreiche Unternehmen beweisen: Ein digitales Geschäftsmodell benötigt heute nur noch wenig Zeit, um sich international zu etablieren. WhatsApp? Gegründet im Jahr 2009, vor zwei Jahren für 19 Milliarden Dollar von Facebook übernommen. Airbnb? Gerade mal 8 Jahre alt, im Juni 2015 mit über 25 Milliarden Dollar bewertet. Und der Taxischreck Uber? Im Dezember auf über 62 Milliarden Dollar geschätzt.

Mit ihrem Angebot verändern diese Konzerne nicht nur ihre Branche, sondern auch das Verhalten der Kunden. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen sich bestehende Unternehmen deswegen fragen, mit welchem Geschäftsmodell sie ihre Position verteidigen und ausbauen wollen.

Die Digitalisierung verändert alle Branchen

Deutsche CEOs sind sich dieser Herausforderung bewusst. „Die Digitalisierung stellt jede Branche auf den Kopf“, sagt Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG in Darmstadt. Die klassischen 15-Monats-Zyklen gebe es schon lange nicht mehr, so Streibich: „Wir haben es mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung zu tun. Die Produkte kommen quasi täglich neu.“

Und Telekom-Chef Timotheus Höttges sagt: „Neue Technologien stellen uns vor große Herausforderungen. Diese sind nicht unbezwingbar, aber anspruchsvoll in der Umsetzung – und der Kommerzialisierung.“ Nicht nur für Konzerne, auch für mittelständische Betriebe wird es immer wichtiger, sich mit Trends und technischen Neuerungen zu befassen. Nur wer sie versteht, kann ihren Einfluss auf Produkte und Kunden einschätzen.

Das bestätigt auch eine Umfrage der Valid Research. Die Marktforschung befragte im Januar 2015 mehr als 1000 Teilnehmer aus zwölf Ländern weltweit, wie sehr sich das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens in den vergangenen fünf Jahren verändert hat. 36 Prozent der Unternehmen aus elf verschiedenen Branchen sagten, dass es sich leicht verändert habe, 17 Prozent bemerkten bereits starke Veränderungen. Nur 20 Prozent gaben an, dass sich ihr Umfeld gar nicht verändert habe. Und dieser Prozess wird durch die Digitalisierung noch einmal beschleunigt.

Vom Hardwarehersteller zum Musikvermarkter

Bereits 1995 vertrat Nicholas Negroponte, Mitbegründer des Massachusetts Institute of Technology (MIT), in seinem Buch „Total digital“ die These, dass alles, was sich digitalisieren lässt, früher oder später auch digital zur Verfügung stehen wird. Fragt man Experten nach einem Unternehmen, das sich erfolgreich an diese Entwicklung angepasst hat, antworten die meisten sofort: Apple. Tatsächlich brachte der Konzern im Jahr 2001 den iPod auf den Markt. Doch mindestens genau so innovativ wie das Gerät im Taschenformat war die Software unter dem Gehäuse.

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Text finden Sie hier.

Jessica Braun für WirtschaftsWoche am 03.06.2016

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